Klein Quenstedt l Es kommt alles weg. Die Baumreihen rund um den Sportplatz im Norden Klein Quenstedts sind in die Jahre gekommen, und gerade die Pyramidenpappeln zeigen so gravierende Schäden, dass die Stadt Halberstadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen musste und einen Teil des Sportplatzes sperrte.

Damit will sich Ortsbürgermeister Jens Geffert (CDU) allerdings nicht zufrieden geben. „Das Areal ist zu wichtig, als dass wir es einfach so brach liegen lassen können“, sagt er. Und will deshalb gemeinsam mit Ortschaftsräten, Einwohnern und Abteilung Stadtgrün ein Konzept für den Platz erarbeiten.

Bevor in die Zukunft geschaut werden kann, muss die aktuelle Gefahrensituation beseitigt werden. Thomas Wald, Abteilungsleiter Stadtgrün, hatte in der jüngsten Ortschaftsratssatzung angekündigt, dass ab dem 9. September eine Fachfirma anrücken wird, die zunächst die als am gefährdesten eingestuften Pappeln an der Ostseite des Platzes fällt und auch gleich vor Ort zerkleinert und abtransportiert. Auf die besorgte Nachfrage von Thomas Wartenberg (parteilos), wie denn die Anfahrt der Maschinen geregelt sei, erklärte Thomas Wald, dass die Fahrzeuge von außen an die Bäume heranfahren und nicht über die Spielfeldfläche.

Pappeln sind nur der Anfang

Für die Fällung der Pappeln hatte die Stadt bei der Unteren Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung beantragt, eigentlich dürfen Fällarbeiten erst ab Ende Oktober wieder stattfinden. Man sei auch in Abstimmung mit dem zuständigen Unterhaltungsverbänden und der Unteren Wasserbehörde, um das Areal im kommenden Herbst wieder mit Bäumen und Büschen zu bepflanzen. Die Pappeln sind nur der Anfang, auch die anderen Bäume am Platz müssen zum Großteil erneuert werden.

Wald stellte den Ortschaftsratsmitgliedern erste Überlegung vor, wie die Neubepflanzung aussehen könnte. So soll zunächst eine Hecke stehen bleiben und mit Hainbuchen ergänzt werden, die Ostseite könnte dauerhaft baumfrei bleiben. Erforderliche Ersatzpflanzungen sollen im kommenden Herbst mit einheimischen und hier in der Region vorgezogenen Gehölzarten erfolgen, berichtete Wald und nannte als Beispiel Hainbuchen.

Da noch kein Pflanzkonzept vorliegt, bleibe Zeit, um gemeinsam im Ort Ideen zu sammeln und diese in ein Konzept für den Butterberg einfließen zu lassen, sagt Ortsbürgermeister Jens Geffert. Er selbst hält es zum Beispiel für wichtig, die Volleyballfläche zu reaktivieren. Bänke sollten aufgestellt werden, aber auch die zurzeit vor allem jugendlichen Nutzer des Areals angesprochen werden, damit leere Flaschen und Unrat nicht einfach liegen bleiben.