Startschuss für Neubauten fällt am 2. April

Der 2. Bauabschnitt und damit das Gesamtprojekt Mehrgenerationenhaus Haldensleben soll am 19.August 2014 übergeben werden. Diesen Termin hat Architekt Stefan Tebroke aus Berlin fest im Visier.

Haldensleben l Für den 2. Bauabschnitt des Haldensleber Mehrgenerationenhauses, der an der Gröperstraße realisiert werden soll, sind die Weichen gestellt. Der mit dem Entwurf des Gebäudes beauftragte Berliner Architekt Stefan Tebroke stellte den aktuellen Stand des Vorhabens am Mittwoch dem Bauausschuss des Haldensleber Stadtrats vor.

Die Entwurfsplanung für die beiden Häuser, die zum 2.Bauabschnitt gehören, sei erstellt, der Bauantrag im Juli gestellt worden, informierte Tebroke die Ausschussmitglieder. Noch liegt er zur Prüfung beim Landkreis Börde. Der Architekt rechnet aber nicht mit Problemen, plant die Ausschreibungen für Mitte Dezember. "Wir wollen unmittelbar nach dem Winter mit dem Bau beginnen", sagte er und setzte den Startschuss auf den 2. April des nächsten Jahres.

Zwar tummeln sich derzeit noch die Archäologen auf dem Areal, doch "sie liegen gut im Zeitplan", bestätigte Tebroke. Als Bauzeitraum sind 16 Monate veranschlagt, die Übergabe des Objekts ist für den 19.August 2014 terminiert. "Ende September 2014 muss dann die Baumaßnahme abgerechnet sein", erklärte er die Bedingungen, die an die Fördermittel geknüpft sind. Insgesamt sollen rund 5,6 Millionen Euro verbaut werden.

Ein Zwei- und ein Dreigeschosser sollen entstehen, unter denen sich eine Garage mit 41 Stellplätzen befindet. "Es ist keine echte Tiefgarage. Wir bleiben über dem Grundwasserspiegel, sonst würden die Kosten explodieren", machte der Architekt deutlich. Und bei der Garage, "die deshalb aus dem Gelände herausguckt, haben wir jeden Zentimeter für Stellplätze rausgequetscht", so Tebroke weiter.

Die Garage, die von der Gröperstraße aus befahrbar ist, soll aber ausschließlich den Besuchern des Mehrgenerationenhauses zur Verfügung stehen. Eine Vermietung von Stellplätzen an die Bewohner des Hauses an der Bülstringer Straße (1. Bauabschnitt) sei nicht vorgesehen, erklärte Stadt-Dezernent Henning Konrad Otto auf Nachfrage.

Die beiden Neubauten an der Gröperstraße umschließen den sogenannten Marktplatz, der mit seiner Fläche von 300 Quadratmetern als offener Treff und mit einem gastronomischen Angebot die Besucher ins Haus locken soll. Die Räume, die in den Häusern entstehen, seien bereits auf die zukünftigen Nutzer zugeschnitten, erklärte der Architekt. Dazu hatte es bereits im Mai und Juni Absprachen mit den Nutzern gegeben.

So wird das Erdgeschoss neben dem Marktplatz vom Seniorentreff dominiert. Auch der Kinderspielbereich soll hier eingerichtet werden - in direkter Nachbarschaft zur Kreisgeschäftsstelle des Kinderschutzbundes, die vom Süplinger Berg in die Innenstadt zieht. Auch die öffentlichen Sanitäranlagen des Hauses bleiben auf der unteren Ebene.

Die Räume für den Seniorentreff erstrecken sich über zwei Etagen und sind laut Otto "in der Größe flexibel und auch von allen Besuchern der Einrichtung nutzbar. Das ist ja auch der Sinn eines Mehrgenerationenhauses." Im ersten Obergeschoss werden zudem Büroflächen und die Räume für verschiedene Dienstleistungsangebote geschaffen.

Das 2. Obergeschoss steht den Beratungsstellen zur Verfügung. Familienberatung, Schuldnerberatung sowie die Schwangerschaftsberatung der Arbeiterwohlfahrt finden hier ihr neues Domizil. Alle Etagen werden behindertengerecht auch über einen Aufzug zu erreichen sein, ebenso wird der Innenhof barrierefrei gestaltet.