Halberstadt l Eine weitere Straße in Halberstadt ist eine Baustelle – die Oststraße. Sie ist in den kommenden vier Wochen zwischen Einmündung in die ­Otto-Spielmann-Straße und dem Bahnübergang in der Oststraße voll gesperrt.

Hintergrund für die Sanierung der im kommunalen Besitz befindlichen Straße ist die anstehende Vollsperrung der benachbarten Quedlinburger Straße. Die B 79, die derzeit ebenfalls ausgebaut wird und deshalb nur halbseitig stadteinwärts aus Richtung Harsleben zu befahren ist, wird ab Mittwoch, 7. Juli, für die Dauer der Sommerferien auf Höhe des Bahnübergangs voll gesperrt, informierte Dirk Sauer­hering vom Regionalbereich West der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt. Für die Dauer der Vollsperrung wird der aus Richtung Harsleben stadteinwärts fahrende Verkehr über die Rudolf-Diesel-Straße und die Oststraße zurück auf die Quedlinburger Straße geführt.

Probleme

„Es gibt Probleme mit der derzeitigen Umleitung stadtauswärts über Friedrich-Ebert-, Klus- und Rudolf-Diesel-Straße. Die enorme Verkehrsbelastung verursacht Staus“, so Sauer­hering. Deshalb will man nicht noch mehr Verkehr über diese Strecke führen. Deshalb wird die Oststraße fit gemacht.

Etwa 300 Meter müssen für die bevorstehende große Verkehrsbelastung ertüchtigt werden. Das bedeutet, altes Kopfsteinpflaster raus, Schottertragschicht und Asphalt rein sowie insgesamt 14 Zentimeter dicke Trag- und Deckschicht drauf. 150.000 Euro fließen in die Erneuerung.

„Der Abschnitt befand sich in einem katastrophalen Zustand. Mehrere Jahrzehnte ist nichts an der Straße gemacht worden“, bestätigt Jens Klaus, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung im Rathaus. Hier ginge es der Kommune wie an vielen anderen Stellen auch, es fehlt Geld für dringend notwendige Sanierungsvorhaben. Insofern profitiert Halberstadt vom grundhaften Ausbau der Quedlinburger Straße und der dafür erforderlichen Sanierung der Oststraße. Die Kommune muss das Vorhaben nur zu einem Teil mitfinanzieren.

Wiederverwendung

Und es gibt noch einen schönen Nebeneffekt. „Das alte Kopfsteinpflaster aus der Oststraße wird nicht etwa entsorgt, sondern wieder verwendet“, sagt Jens Klaus. Ein Teil im Altstadtbereich bei der Neugestaltung des Abschnitts am Grudenberg, unterhalb der Dombergmauer. Der Rest wird auf Halde gelagert, um bei Bedarf einen Vorrat zu haben.