Halberstadt l Kurz vor dem Weihnachtsfest gibt es eine besondere Bescherung für die Tausenden Kraftfahrer, die sich seit Monaten täglich über die Bau­stellen auf den Hauptverkehrsstraßen und Umleitungen in Halberstadt quälen. In der Woche vor Heiligabend enden die Arbeiten zur Sanierung der Quedlinburger Straße. Nur in den Nebenanlagen im Fußwegbereich wird noch gearbeitet. Beeinträchtigungen für den Verkehr gibt es nicht mehr, informieren Dirk Sauer­hering und Marcus Hahn vom ­Regionalbereich West der Landes­straßenbaubehörde. ­Allerdings stehen für 2019 weitere Bauprojekte auf der Straße an.

Für die Kreisstadt zeichnet sich vorerst eine Verkehrs-Entspannung auf dieser wichtigen Verkehrstrasse ab, auf der täglich etwa 17.000 Fahrzeuge unterwegs sind. Seit Mai ­2018 rollte der Verkehr zwischen der Kreuzung zur Oehlerstraße und dem Bahnübergang in der Quedlinburger Straße wechselseitig stadteinwärts nur halbseitig, stadtauswärts über eine Umleitung. Auf 550 Metern Länge ist die Quedlinburger Straße grundhaft ausgebaut worden. Die Landesstraßenbaubehörde, die Abwassergesellschaft ­Halberstadt, die Halberstadtwerke und die Stadt Halberstadt investieren 1,8 Millionen Euro.

Zu den Neuerungen gehört unter anderem eine Fußgänger-Ampel im Kreuzungsbereich Otto-Spielmann-Straße/Max-Planck-Straße. „Die ist an dieser Stelle für die Sicherheit der Fußgänger unbedingt notwendig“, betont Marcus Hahn angesichts des hohen Verkehrsaufkommens. Außerdem erhält die Quedlinburger Straße an dieser Kreuzung gesonderte Abbiegespuren in die beiden Nebenstraße. „Vor dem Ausbau hat sich hier regelmäßig der Verkehrs gestaut. Es bestand dringend Handlungsbedarf“, sagt Dirk Sauerhering. Auf beiden Seiten der Quedlinburger Straße ist ein neuer Geh-Radweg entstanden. Auf der Seite, wo sich die Tankstelle befindet, hat es vor der Sanierung überhaupt keinen Weg gegeben.

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Sechs Monate für einen halben Kilometer

Neu ist auch die Straßenbeleuchtung, so Dirk Sauer­hering. „Was viele Außenstehende nicht bemerken, dass unterirdisch in der Straße ganz viel passiert ist.“ Die Abwassergesellschaft, die Halberstadtwerke und auch die Telekom haben Ver- und Entsorgungsleitungen beziehungsweise -kanäle erneuert. Alles in allem sei das Projekt reibungslos umgesetzt worden. „Sechs Monate Bauzeit für etwa einen halben Kilometer innerstädtische Bundesstraße, das ist super gelaufen“, schätzt Marcus Hahn ein.

Der für 2018 geplante Ausbau der Kreuzung zur Oehlerstraße musste auf 2019 verschoben werden. Ausschlaggebend dafür war, dass der Munitionsbergungsdienst die Quedlinburger Straße länger als geplant auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg absuchen musste. „Das hat etwa vier Wochen gekostet, die wir eigentlich für die Kreuzung benötigt hätten“, sagt Dirk Sauer­hering.

Im Frühjahr 2019 beginnt der Ausbau des Teilstücks zwischen dem Bahnübergang und der Kreuzung Quedlinburger Straße/Rudolf-Diesel-Straße. Während der Sommerferien muss sogar eine Vollsperrung erfolgen, informiert Marcus Hahn. Die Abwassergesellschaft erneuert am Bahnübergang einen Kanal. Das könne nur unter einer Vollsperrung geschehen. Bis Ende 2019 soll dieser Bauabschnitt fertiggestellt sein.