Aderstedt l Bernd Lange bezeichnet sich selbst als bodenständig. „Was ich anfange, bringe ich auch zu Ende.“ Diese Einstellung gilt für sein ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr, für sein Privatleben und seine berufliche Laufbahn.

Viel Energie für Ausbau der Wehr

„Gelernt habe ich bei Robo­tron in Halberstadt und dort bis 1990, bis zum ‚bitteren Ende‘ gearbeitet.“ Nach dem Aus des Betriebes war Lange bis zur Rente vor drei Jahren als Küchenbauer unterwegs.

Privat ist er mit Ehefrau Karin seit 1974 glücklich. Dieser großen Liebe wegen war er damals von Hessen nach Aderstedt gezogen. „1984 bin ich in die Reihen der Feuerwehr Aderstedt eingetreten.“ Karin Lange gehört ebenfalls der Feuerwehr an und habe immer großes Verständnis für das Engagement ihres Mannes gezeigt. In unterschiedlichen Funktionen war Bernd Lange aktiv, bis heute. „Ich habe mich immer verantwortlich gefühlt.“ Maßgeblich habe er sich für den Umbau des Gerätehauses eingesetzt. „Wir haben in Eigenregie unseren Schulungsraum geschaffen, die Küche installiert und die Fahrzeughalle hergerichtet“, betont Bernd Lange. Auf diese Leistung seien die Aderstedter Kameraden sehr stolz.

Stolz auf den Nachwuchs

Im vergangenen Herbst habe er, ohne zu Zögern, die kommissarische Leitung der Ortsfeuerwehr Aderstedt übernommen. „Kürzlich haben wir mit Andy Rux einen neuen Ortswehrleiter gewählt.“ Bernd Lange ist nun sein Stellvertreter. „So kann ich Andy bei seiner neuen Aufgabe am besten mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Besonders stolz ist Bernd Lange auf den Nachwuchs in der Feuerwehr Aderstedt. „Dass es uns gelungen ist, fünf junge Männer für die Feuerwehr zu begeistern, lässt für die Zukunft hoffen. In unserer Kinderfeuerwehr, die seit 2016 wieder aktiv ist, wollen wir unseren eigenen Nachwuchs entwickeln. Damit sind wir in Aderstedt auf einem guten Weg.“

Bewährte Struktur

Nach der Feuerwehrgebietsreform vor etwa zehn Jahren wurde Bernd Lange in die Gemeindewehrleitung Huy berufen. „Als stellvertretender Gemeindewehrleiter bin ich für die Technik und Beschaffung für unsere insgesamt zwölf Ortsfeuerwehren verantwortlich.“ Durch den engen Kontakt mit den Ortswehren kenne er die Sorgen und Wünsche der Kameraden genau.

Für die Zukunft der Gemeindefeuerwehr Huy wünscht sich Bernd Lange, dass die jetzigen vier Brandabschnitte, in denen jeweils drei Ortswehren gemeinsam agieren, so beibehalten werden. Diese Struktur habe sich bewährt und sei zukunftstauglich.