Vogelsdorf l Gerade noch rechtzeitig können die Ehemaligen Mitstreiter des Marientheaters Vogelsdorf ihrem blutigen Schicksal entgehen. Damit endet das Stück zum 10-jährigen Jubiläum des Theaters. Beatrice Schmidt hatte sich zu dem Anlass etwas Besonderes überlegt. „Wir haben in den Jahren eine ganze Reihe vom Mitspielern gehabt, die aus ganz verschiedenen Gründen nicht mehr dabei sind. Diese Ehemaligen sollen eine wichtige Rolle in unserem Jubiläumsstück spielen.“

Viele Gäste und Neugierige hatten sich auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus eingefunden und warteten auf das Stück. „Seit zehn Jahren erfreuen das kleine und das große Ensemble die Vogelsdorfer und ihre Gäste. Mit jedem Jahr konnten wir einen Zuwachs der Publikumszahlen verzeichnen. Das spornte uns an“, begrüßte Lisa Merten vom Marientheater die Gäste.

Extravagante Wünsche der Mimen

Die Mitglieder des Theaters nutzten die Gelegenheit, um Danke zu sagen. „Was wären die Schauspieler ohne die fleißigen Helfer hinter den Kulissen. Wir danken allen, die immer wieder mit Bühnenaufbau, Ausstattung, Kostümen und Technik sowie fianzieller Unterstützung ein gelungenes Stück ermöglichen.“

Bilder

Besondere Würdigung fand die stete Hilfe der Feuerwehr. Lisa Merten lobte deren Verständnis für die oft extravaganten Wünsche der Schauspieler, deren Sinn sich oft zunächst nicht so recht erschlossen hat. So seien in der Vergangenheit beispielsweise eine unechte Kuh in Lebensgröße, ein Ministerpräsident oder auch ein ganzer Sack Geldscheine unbedingt von Nöten gewesen und von der Feuerwehr auch tatsächlich besorgt worden.

Zaubertrank aus Blut

Für das Jubiläumsstück hatten sich die Mimen einen Hexenkessel gewünscht. Auch dieser Wunsch wurde erfüllt. In diesem Kessel wollten die Hexen Sigulla und Romina den Zaubertrank für ihre ewige Jugend brauen. Und die wichtigste Zutat war das Blut der ehemaligen Mimen. Doch zum Glück ging alles gut.

Die zahlreichen Zuschauer dankten den Akteuren mit viel Applaus und lobenden Worten. Im Hut, der nach dem Stück die Runde machte, sammelten sich erfreulich viele Euro, berichten die Mimen. Auch ein Laientheater kann nicht nur vom Applaus allein existieren.