Schlanstedt/Huysburg l Mit großem Gepäck sind die Mitglieder des Schlanstedter Kräutervereins zur Huysburg gekommen. Traditionell bereichern die Kräuterfreunde hier das Gewimmel zum Huy-Burgen-Lauf mit einem Stand, der das Herz eines jeden Kleingärtners höher schlagen lässt.

Gesamte Saat gut aufgegangen

„Bisher ist alles, was wir eingesät haben, sehr gut gekommen“, erklärt Maria Rückewoldt vom Vorstand. Das sei durchaus nicht selbstverständlich. „Irgend eine Sorte hat uns bisher immer im Stich gelassen. Woran das liegt, weiß keiner.“ Diesmal sei sogar die Gewürztargete, die jahrelang Sorgen bereitet habe, gut gewachsen.

Dabei hatte es zu Beginn der Saison noch nach einem eher durchschnittlichen Pflanzenjahr ausgesehen. Doch nach dem zu kalten März habe dann der frühsommerliche April mit seinen milden Nächten für eine regelrechte „Explosion“ im Treibhaus gesorgt. „Wir hatten bereits schöne Termine in Hessen und in unserem Gewächshaus in Schlanstedt, wo unsere Pflanzen sehr großen Anklang gefunden haben“, ergänzt Karin Barwanitz.

30 Sorten Tomaten

Die Mitglieder des Schlanstedter Kräutervereins sind angetreten, um vor allem seltene und fast vergessene Sorten wieder mehr in das Bewusstsein zu bringen und Lust auf frische Kräuter und Gemüse zu machen. „Kräuter und Tomaten wachsen auch im Blumenkasten am Fenster“, sagt Maria Rückewoldt. Allein über 30 Sorten Tomaten wachsen im Gewächshaus auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Meitzner an der Neuen Straße von Schlanstedt heran und können dort abgeholt werden. Zusätzlich stehen inzwischen auch viele Pflanzen unter freiem Himmel. „Wir laden jeden ersten Donnerstag im Monat in das offene Gewächshaus ein, der nächste Termin ist der 7. Juni.“ Interessierte, die nicht so lange warten wollen, können sich unter 01 75/ 6 45 35 28 erkundigen, wann im Gewächshaus gearbeitet wird. „Wenn wir da sind, ist jeder Interessierte herzlich willkommen“, betont Maria Rückewoldt und weist darauf hin, dass gerade die ideale Zeit zum Setzen von Tomaten sei. „Wir haben noch reichlich kräftige Pflanzen in vielen Sorten.“

Pflanzen die der Verein nicht verkauft, wachsen für die Nachzucht. „Wir gewinnen unsere Samen selbst“, erklärt Karin Barwanitz.

Erneut Anfrage aus Halberstadt

Gefreut haben sich die Mitglieder des Schlanstedter Kräutervereins auch über eine Anfrage aus Halberstadt. „Im vergangenen Jahr hatten wir erstmals drei Kräuterbeete im Breiten Weg angelegt. Diese sollen nun mit unseren Pflanzen ergänzt werden.“