Umweltpreis für den Förderverein

Viel los zwischen Huy und Bruch

Endlich dürfen sich die Mitglieder des Vereins „Zwischen Huy und Bruch“ wieder treffen. Die Liste der Dinge, die es zu klären gilt, ist lang und reicht vom Umweltpreis, über Wegweiser bis zum Blechbudenfest.

Von Ramona Adelsberger
Cedric Fuhrmeister zeigt die Urkunde zum Umweltpreis, dahinter die Vereinsmitglieder Erik Neumann, René Grimm und Sabine Kosinski (von links)
Cedric Fuhrmeister zeigt die Urkunde zum Umweltpreis, dahinter die Vereinsmitglieder Erik Neumann, René Grimm und Sabine Kosinski (von links) Foto: Ramona Adelsberger

Röderhof - Dieses erste Treffen hatte schon etwas Besonderes. Einfach sitzen und sich bei einem Bier auszutauschen, wie sehr hatten das viele der Mitglieder des Fördervereins „Zwischen Huy und Bruch“ vermisst.

Huy-Radweg ist ausgeschildert

Und es gab nach der langen Zwangspause viel zu bereden. Bernd Fuhrmeister, der Vorsitzende, begann mit einem großen Lob an Erik Neumann, der den Huy-Radweg ausgeschildert hat. Damit haben die Nutzer des Radweges eine Orientierung , wo sie überhaupt sind und was sich links und rechts der Trasse befindet.

Geplant sind zudem weitere Wegweiser bis zu den Sehenswürdigkeiten und umgekehrt, dann wieder zurück auf den Radweg. Das haben die Dingelstedter schon selbst gelöst und machen mit bunt lackierten Fahrrädern auf witzige Weise auf den Radweg aufmerksam. Dafür gab es bereits viel Lob.

Gute Neuigkeiten für Radfahrer

Und in Sachen Radwege gibt es weitere gute Neuigkeiten. „Wir haben die Zusage, dass der Radweg hinter Eilenstedt bis zum Ortsteil Haus-Nienburg weitergebaut wird“, so Fuhrmeister. Überhaupt habe die Politik erkannt, dass Radwege grundsätzlich eine wichtige Ergänzung der Infrastruktur im ländlichen Raum darstellen und die Förderung verstärkt. Dadurch besteht nun sogar die Möglichkeit, die Radwege in der Gemeinde Huy in die Nachbargemeinden und sogar bis nach Niedersachsen anzubinden.

Bis dahin sollten aber die Einwohner der Ortschaften, die abseits der ehemaligen Bahntrasse liegen, nicht vergessen werden. So wünschen sich die Eilsdorfer Bürger dringend eine bessere Anbindung an Dingelstedt und würden damit auch den Huy-Radweg besser erreichen.

Auch, wenn sich der Verein zurzeit verstärkt den Radwegen zuwendet, liegt das Hauptaugenmerk der Mitglieder ganz besonders auf den thematischen Rundwanderwegen, die der Verein konzipiert und komplett ausgeschildert hat. Gerade in der kontaktarmen Corona-Zeit haben sich viele Menschen aufgemacht und den Huy erwandert. Nun aber wird immer wieder bedauert, dass einige der Tische und Bänke, die der Verein bereits vor Jahren aufgestellt hat, verschlissen oder sogar ganz unbrauchbar geworden sind. „Diese sollten ersetzt werden“, sind sich die Mitglieder des Vereins einig und wollen umgehend erfassen, an welchen Stellen genau sie nun aktiv werden müssen. In diesem Zusammenhang berichtet Bernd Fuhrmeister vom Angebot eines Bürgers aus Halberstadt, der zwei Bänke sponsoren möchte.

Müllfrühwarnsystem im Huy und Bruch

Viele der Mitglieder des Fördervereins sind regelmäßig im Huy und im Großen Bruch unterwegs und tauschen sich über die Whatsapp-Gruppe dann zu ungewöhnliche Beobachtungen aus, etwa solchen kaputten Sitzgelegenheiten, oft aber auch über illegale Müllablagerungen, die leider immer wieder zu beklagen sind. Wenn ihn ein solches Foto mit der Ortsbeschreibung erreicht, gibt er die Informationen und den Standort sofort an das Ordnungsamt der Gemeinde weiter, die ihrerseits den Landkreis informiert und die Entsorgungswirtschaft verständigt, beschrieb es Bernd Fuhrmeister.

Damit ist zwar der illegalen Müllablagerung noch nicht Einhalt geboten, immerhin aber wird die Umwelt schnell vom Unrat befreit, so dass nicht noch der nächste Müllsünder kommt und eine ganze Müllkippe entsteht. Dieses manuelle „Müllfrühwarnsystem“ der aufmerksamen Fördervereinsmitglieder war es der Jury des Dardesheimer Umweltpreises wert, den Förderverein „Zwischen Huy und Bruch“ dafür mit dem Preis und einer Prämie von 400 Euro zu ehren.

Blechbudenfest in kleinerem Rahmen möglich

2019 hatte der Förderverein erstmals die Federführung über das Wald- und Wiesenfest an der Blechbude von Wilhelmshall übernommen, weil der bisherige Organisator aus Altersgründen aufhören wollte. 2020 musste das Fest nun coronabedingt abgesagt werden. Heute allerdings sieht es so aus, dass das Blechbudenfest, das immer Ende September gefeiert wird, wieder stattfinden kann. „Wir beginnen mit der Planung und gehen davon aus, dass wir, wenn auch in etwas abgespeckterem Rahmen, feiern können“, betonte der Vorsitzende. Er gab den Mitstreitern mit, sich bis zum nächsten Treffen Gedanken zum Ablauf zu machen. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 8. Juli, auf der Straußenfarm in Dedeleben statt.