Die Stimmung in Badersleben ist gut

Viele gute Neuigkeiten und ein Ärgernis

Ein Stück Normalität ist zurück, der Ortschaftsrat von Badersleben hat sich wieder im Gemeinderaum getroffen. Und es gibt gute Neuigkeiten, aber auch eine traurige Nachricht und eine eindeutige Klarstellung.

Von Ramona Adelsberger
Frühjahrsputz in Badersleben. An vielen Ecken des Dorfes wurde gearbeitet, auch im Bad am Spring. Anwohner Klaus Medau streicht das Dach des Sandkastens und hat sich diese Farbgebung überlegt.
Frühjahrsputz in Badersleben. An vielen Ecken des Dorfes wurde gearbeitet, auch im Bad am Spring. Anwohner Klaus Medau streicht das Dach des Sandkastens und hat sich diese Farbgebung überlegt. Foto: Olaf Beder

Badersleben - Gleich zu Beginn der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates von Badersleben überbringt Ortsbürgermeister Olaf Beder (parteilos) eine sehr traurige Nachricht aus der Partnerstadt Laer. Gerrit Thiemann, der stellvertretende Bürgermeister von Laer ist im Alter von 72 Jahren gestorben. „Gerrit Thiemann hatte die Partnerschaft zwischen unseren Gemeinden maßgeblich belebt und hinterlässt eine große Lücke“, so Beder. Der Ortschaftsrat wird sich mit einem Kondolenzschreiben an die Stadt und die Familie wenden. Selbst nach Laer zu fahren, macht in dieser besonderen Corona-Zeit keinen Sinn.

Erfreuliches gibt es aus dem Zusammenhalt der Badersleber Dorfgemeinschaft berichtet. „Unser kürzlicher Frühjahrsputz wurde sehr gut angenommen“, berichtet der Ortsbürgermeister und lobt besonders die Hilfe von Jugendlichen aus dem Ort, die sich mächtig ins Zeug gelegt hätten. Mit Unterstützung der hiesigen Landwirte Bode und Schütt sei es gelungen, das Bad am Spring, die alte Tankstelle und den Schillerplatz in Ordnung zu bringen und wieder vorzeigbar zu machen. „Sogar in der Feldflur wurde der Müll entfernt.“ Er sei stolz, dass die Vereine bewiesen haben, dass diese Zusammenarbeit in Badersleben so ausnehmend gut funktioniere.

Dass der Huy-Radweg auf der stillgelegten Bahntrasse immer länger geworden ist und mittlerweile sogar bis Eilenstedt führt, ist eine weitere und richtig gute Nachricht. Denn der Radweg ist schnell zur Lebensader in der Gemeinde Huy geworden und wird sehr gut genutzt.

Radweg bald bis über den Huy nach Halberstadt?

Olaf Beder war als Ortsbürgermeister und Gemeinderatsmitglied vor Kurzem bei der Eröffnung dabei und hat selbst von der Koordinatorin des Landes, Stefanie Arnhold, gehört, dass der nächste Abschnitt bis Haus-Nienburg in Kürze folgt. Sogar über eine Beschilderung sei laut nachgedacht worden. Dass sogar der Oberbürgermeister von Halberstadt, Daniel Szarata (CDU) mit bei der Eröffnung dabei war, wertet Beder als ein Zeichen, dass nun auch in die Pläne, eine Verbindung über den Huy bis nach Halberstadt zu schaffen, Bewegung kommen könnte.

Gute Neuigkeiten gibt es sogar zu einem besonderen Ärgernis, dem Zustand der Straße Hinter dem Knick. Diese hat stark gelitten und weist so tiefe Löcher auf, dass das Radfahren hier richtig gefährlich ist. Zudem rollen hier die Schulbusse entlang. „Ich habe von der Gemeindeverwaltung die Zusage erhalten, dass die Straße in den Ferien ausgebessert werden soll.“ Positives kommt auch aus dem Ärztehaus, das mit der Hilfe von Leader-Fördermitteln barrierefrei werden soll. Die Toilettenanlagen im Dachgeschoss sind bereits neu und der Treppenlift wird in Kürze eingebaut. Der „Auftrag ist erteilt“, so Olaf Beder.

Dass das Freibad am Spring grundsätzlich bereit ist, Gäste zu empfangen, ist die nächste gute Nachricht. Olaf Beder informiert noch über einen weiteren geplanten Arbeitseinsatz, bei dem zum Beispiel Bänke gestrichen werden sollen. Über den genauen Start in die Saison herrscht noch keine Klarheit. „Dazu müssen die Inzidenzen auf einen Wert unter 35 fallen.“ In diesem Fall geben die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und die Gemeinde dann grünes Licht.

Gesprächsbereit mit dem Team des IB-Heimes

Für einige Verwirrung hatte jüngst anlässlich des Tages der Gleichstellung ein Bericht in der Volksstimme gesorgt. In dem Beitrag hatten sich Mitarbeiter des IB-Heimes, in dem psychisch auffällige Erwachsene betreut werden, darüber beklagt, dass sie sich in der Dorfgemeinschaft nicht genug integriert fühlen. Wie der Ortsbürgermeister berichtete, haben die Aussagen in Badersleben zu einigen Diskussionen geführt.

„Wir sehen das als Ortschaftsrat etwas anders.“ Gerade bei den Dorffesten – ob zum Beispiel beim Fest der Vereine, oder dem Weihnachtsmarkt – sei das Heim stets mit einbezogen worden. Inzwischen habe ihn auch ein Schreiben der Leitung des IB-Heimes erreicht, in dem einige der Aussagen relativiert würden. Der Wunsch einiger Heimbewohner, in einem der Vereine mitzumachen, in erster Linie im Sportverein, besteht aber nach wie vor. Dazu hat Ortschaftsratsmitglied Eugen Steiner von Eintracht Baderselben eine klare Meinung: „Wenn sich die Leute akkurat benehmen und nicht ausfallend werden, kann man über alles reden.“ Er habe in der Vergangenheit jedoch auch schon recht unschöne Dinge erlebt.

Grundsätzlich aber sind sich die Mitglieder des Ortschaftsrates einig, dass sie an Gesprächen und einem guten Miteinander mit dem IB-Heim interessiert seien, wie auch die Leiterin des Heimes, Madleen Lenz, im Schreiben an den Ortschaftsrat betont hat. In diesem Zusammenhang wunderte sich Ortschaftsrätin Heidi Klimmasch allerdings, dass sie beim kürzlichen Frühjahrsputz nicht einen der Bewohner des IB gesehen habe. „Das wäre eine sehr gute Gelegenheit gewesen, sich einzubringen.“

Vereinsfest in „abgespeckter Version“

Weil im Juni - coronabedingt- schon das Ständchensingen und das Gemeindefest von Sankt Sixti ausfallen, soll wenigstens das Vereinsfest im August stattfinden, wenn auch einige Nummern kleiner, als gewohnt. Und hier gibt es die Idee, das beliebte Ständchensingen für die Jubilare mit dem Familiennachmittag zu verknüpfen.