Halberstadt l Es sei die richtige Entscheidung gewesen, den Vertrag von drei auf fünf Jahre zu verlängern, sagte Jürgen Jüling (Linke) am Mittwochabend unter zustimmendem Nicken seiner Ausschusskollegen. Vorangegangen war dem die Bilanz zum Weihnachtsmarkt 2017. Eingeladen war dazu Veranstalter Jens Ganso.

Er habe in seinem Konzept versprochen, mehr für die Kinder anzubieten, aus seiner Sicht halte er dieses Versprechen, sagte Ganso. So seien die Auftritte der Märchenhexe gut angekommen, zumal diese, wie der nach einigen Schwierigkeiten kurzfristig eingesprungene Weihnachtsmann, auch in der Passage unterwegs waren und nicht nur auf dem Markt. „Die Zusammenarbeit mit der Rathauspassage klappte sehr gut, ebenso wie mit der Stadt“, sagte Ganso. Die Stände ansprechend zu gestalten, sei aus seiner Sicht ebenfalls gelungen, und die Weihnachtstassen seien ebenfalls wieder alle als Souvenirs gefragt gewesen.

Positive Entwicklung

Die Ausschussmitglieder zollten dem Veranstalter Lob für die positive Entwicklung, die der Weihnachtsmarkt in den vergangenen drei Jahren genommen habe. Sie vernahmen erfreut, dass die neuen Anbieter von Pizza und Pasta sowie von Kaminstriezel auch beim nächsten Mal in Halberstadt dabei sein wollen. Ganso versprach, einen Kartoffelpufferanbieter auf den Weihnachtsmarkt zu holen – der hatte zur Domweihnacht nicht ganz so guten Umsatz, aber Interesse geäußert, auf dem Fischmarkt mitzumachen.

Womit der Unternehmer nochmals bekannt gab, dass es die Domweihnacht in der langen Variante nicht mehr geben wird. „Es war ein Wunsch der Halberstädter gewesen, auf dem Domplatz einen Weihnachtsmarkt zu haben. Wir haben dem entsprochen und wollten bewusst mit der Öffnung erst ab 14 Uhr auf die besondere Atmosphäre in der Dämmerung setzen. Aber leider wurde das von den Halberstädtern kaum genutzt“, so Ganso. Das erste Wochenende, an dem auch die Weihnachtshöfe stattfinden, sei immer sehr gut besucht, da drängen sich die Gäste zwischen den Buden. Aber dann sei der Zuspruch so gering, dass die Domweihnacht absolut unwirtschaftlich sei. Beibehalten wolle er die gute Zusammenarbeit mit der Domschatzverwaltung, betonte Ganso, also dass man Veranstaltungen zum ersten Advent gemeinsam anbiete und bewerbe. Auch den Internet- und Facebook-Auftritt werde er weiter pflegen, ebenso die enge Kooperation mit der Halberstadt-Information, die bereits jetzt in die Werbung für den Weihnachtsmarkt 2018 gehe.

Ob denn inzwischen die Werbung Erfolg zeige, wollte Jörg Schubert (CDU) wissen. An die Busreiseunternehmer heranzukommen, sei nicht so leicht, sagte Jens Ganso. Noch rekrutiere sich die Hauptzahl der Besucher aus den Regionen rund um Halberstadt, Oschersleben und Aschersleben.

Beliebte Vereinshütte

Auf die Anregung von Anneli Borgmann (Ströbeck/Grüne), doch die Vereinshütte auch zu einer Handwerkerhütte zu machen, erwiderte der Veranstalter, dass er entsprechende Um-oder Anbauten gerne vornehme, aber Handwerker nicht von sich aus nachfragten. „Sie können davon ausgehen, dass Sie rund 400 Euro pro Tag an einen Handwerker zahlen müssen, damit der zu uns kommt. Wenn sich jemand selbst für ein, zwei Tage präsentieren will, gerne.“ Die Vereinshütte komme sehr gut an und werde auch bleiben, versprach Jens Ganso. Er nahm auch entgegen, dass Rollstuhlfahrer und Rollatorennutzer Probleme mit den Kabelabdeckungen haben.

Und „weil Weihnachten immer so plötzlich kommt“, nannte Ganso gleich den Termin fürs nächste Markttreiben: Vom 27. November bis zum 28. Dezember. Wobei an den Weihnachtsfeiertagen geschlossen sein wird.