Stadtentwicklungsausschuss gibt grünes Licht für Reparatur der Wilhelm-Trautewein-Straße

Wellenritt auf einer Buckelpiste

Von Jörg Endries

Die Stadt Halberstadt will den Zustand der Wilhelm-Trautewein-Straße verbessern. Sie gehört in der Kreisstadt zu den schlechtesten Straßen. Für eine komplette Sanierung fehlt allerdings das Geld.

Halberstadt l Fahrzeuge, die täglich über die Wilhelm-Trautewein-Straße in Halberstadt rollen, altern im Zeitraffertempo. Eine Fahrt auf der Straße gleicht einem Wellenritt bei Windstärke acht. Die Straße gehört zu den schlechtesten der Kreisstadt. Bucklig, bei Regen aufgrund der Schlackesteine gefährlich rutschig.

Man merkt der Verkehrstrasse ihr Alter deutlich an. Vor 40 Jahren wurde sie zeitgleich mit dem dortigen Wohnkomplexes gebaut. In Sachen Indstandhaltung ist seit dem nicht allzuviel geschehen. Außer, dass vor Jahren zusätzliche Buckel auf der Straßenmitte eingebaut wurden, damit der Verkehr im Wohngebiet und an den zwei Schulen langsamer rollt.

"Für einen grundhaften Ausbau der Straße gibt es derzeit keine Fördermittel und er ist für die Stadt Halberstadt allein nicht zu finanzieren."

Manfred Wegener, Abteilungsleiter Tiefbau der Stadtverwaltung

Noch in diesem Jahr soll eine "punktuelle Reparatur" der Wilhelm-Trautewein-Straße erfolgen, wie es in einer Beschlussvorlage heißt, die bei der jüngsten Tagung des Stadtentwicklungsausschusses zur Diskussion stand.

Durch die hohe Verkehrsbelastung habe sich der Straßenzustand erheblich verschlechtert, beziehungsweise das damals zum Einsatz gekommene Baumaterial weise hohe Verschleißerscheinungen auf, bestätigte Manfred Wegener, Abteilungsleiter Tiefbau im Fachbereich Stadtentwicklung. Um die Verkehrssicherheit wieder gewährleisten zu können, habe man sich für eine Reparatur in Teilbereichen entschlossen. So sollen die zum Teil abgesackten Straßenabläufe ausgewechselt, die desolate Rinne ersetzt, der Straßenbelag an die Rinnen angepasst und der Einmündungsbereich zur Gerichtsstraße erneuert werden. Alles in allem rechnet man mit Kosten in Höhe von etwa 50 000 Euro, so Wegener. "Für einen grundhaften Ausbau der Straße gibt es derzeit keine Fördermittel und für die Stadt Halberstadt allein wäre das Vorhaben nicht zu finanzieren", so Wegener.

Stadtrat Ulrich Kasten (Die Linke) fragte, ob man auch gleich die Lage der Bushaltestelle in der Wilhelm-Trautewein-Straße verbessern werde. "Mit der Haltestelle haben wir nichts zu tun. Die 50 000 Euro für die Straßenreparatur zusammenzubekommen war schon schwer genug", so Manfred Wegener.

Worauf Hans-Joachim Nehrkorn (Die Linke) erwiderte, dass er diese trotzige Art Wegeners nicht nachvollziehen könne. "Es wäre ja wohl peinlich, wenn wir die Straße repariert haben und die Halberstädter Verkehrsgesellschaft (HVG) dann darauf aufmerksam macht, dass sie Handlungsbedarf sieht." Daraufhin versprach Manfred Wegener, das Gespräch mit der für den Busverkehr zuständigen HVG nachzuholen.

Der Stadtentwicklungsausschuss gab für die Umsetzung des Beschlusses einstimmig grünes Licht. Mit dem Beginn der Reparaturarbeiten in der Wilhelm-Trautewein-Straße wird im September gerechnet.