Auch 2013 günstige Konditionen für Sanierungsbeiträge

Wer im Ortskern wohnt, kann noch kräftig sparen

Von Carina Bosse

Mit 63 vorzeitigen Ablösevereinbarungen haben bereits fast die Hälfte der Grundstücksbesitzer in der Weferlinger Altstadt ihren Sanierungsanteil beglichen. Was die Stadt jetzt noch einnimmt, kann wieder in Sanierungsvorhaben fließen.

Weferlingen l Im abgelaufenen Jahr 2012 wurden für 63 Grundstücke im Sanierungsgebiet "Ortskern Weferlingen" 63 Ablösevereinbarungen für 86 Flurstücke im vorgenannten Gebiet abgeschlossen. Bei der Ablösung handelt es sich um einen Beitrag, der analog zu Straßenausbaubeiträgen erhoben werden muss, um die Anwohner in angemessener Form an der Finanzierung zu beteiligen.

In einem Sanierungsgebiet unterliegen die Anwohner etwas anderen Regelungen als im Straßenausbaubeitragsrecht.

Mit den 63 Ablösevereinbarungen konnte die Stadt Oebisfelde-Weferlingen im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe 56039,40 Euro erzielen. "Dabei handelt es sich um Einnahmen, die Weferlingen für weitere Verschönerungen und Sanierungen im Ortskern verwenden kann", sagte Bauamtsmitarbeiterin Sabine Fischer. Allerdings gilt für die eigene Verwendung der Mittel eine Kappungsgrenze. Darum hat die Stadt die vorzeitige Ablösevereinbarung mit Sonderbedingungen attraktiv gemacht.

Die 63 bereits vereinbarten Verträge im vergangenen Jahr konnten mit einem 20-prozentigen Nachlass getroffen werden.

In diesem Jahr sinkt der Nachlass um fünf auf 15 Prozent, im Jahr 2014 auf zehn und 2015 auf fünf Prozent. Danach wird der Ausgleichsbeitrag ohne Abschlag fällig. Im Vergleich zu den rund 140 Grundstücken, die sich im Weferlinger Sanierungsgebiet befinden, haben bisher rund 45 Prozent von der vorzeitigen und günstigeren Ablösung Gebrauch gemacht.

Im Weferlinger Ortschaftsrat wird gegenwärtig darüber berate, welche Maßnahme oder welches Vorhaben innerhalb des Sanierungsgebietes "Ortskern Weferlingen" von dieser Einnahme realisiert werden soll.

Arbeitsgruppe im Ortsrat berät über geeignete Objekte

Vorstellungen gibt es zum Beispiel für die Planschule am Kirchplatz 14 oder für die Gestaltung des Gutshofes. Jürgen Preikschas (SPD) wies in diesem Zusammenhang auf das Loch in der Burgmauer hin, das repariert werden müsste. Ortsrätin Doreen Walther (SPD) sprach sich dafür aus, schnellstmöglich in der für Baufragen zuständigen Gruppe zu beraten, welche Maßnahme angepackt werden sollte.

Für das Jahr 2013 liegen nach Angaben von Sabine Fischer noch keine weiteren Anträge auf vorzeitige Ablösung vor. Da der Abschlag von 15 Prozent aber noch für das gesamte Jahr 2013 gilt, wird es wohl weitere Interessenten an der vorzeitigen Ablösevereinbarung geben. In den Schaukästen der Gemeinde informieren Aushänge über die Erhebung der Ausgleichsbeiträge.

"Ich gehe davon aus, dass weitere Eigentümer erst ab der zweiten Jahreshälfte wieder nachfragen", sagte Bauamtsmitarbeiterin Sabine Fischer.