Halberstadt l Still geht es zurzeit zu auf dem Fischmarkt in Halberstadt. Ruhe nach dem bunten Treiben auf dem Weihnachtsmarkt. Aber die Vorbereitungen für das nächste Angebot laufen bereits. „Wir wollten ja das Stadtzentrum beleben, mit unseren Angeboten tragen wir dazu bei“, sagt Jens Ganso.

Der Halberstädter Unternehmer wird vom 1. bis 17. Februar 2018 wieder eine Schlittschuhbahn auf dem Fischmarkt aufbauen. Die „Halberstädter Eiszeit“ unterstützt dabei nicht nur Schirmherr Daniel Szarata. Neben dem Landtagsabgeordneten (CDU) sind es vor allem heimische Firmen, die dieses Winterangebot fördern, wie Veranstalter Jens Ganso berichtet.

Viele Diebstähle auf Weihnachtsmarkt

Der hatte auch den Weihnachtsmarkt ausgerichtet und zeigte sich in einer ersten Auswertung zufrieden mit dem Zuspruch der Kunden. Die Händler seien ebenfalls zufrieden gewesen, berichtete Ganso. Wobei manche mit Langfingern zu kämpfen hatten. „Solche Diebstähle hatten wir noch nie“, sagt der erfahrene Marktveranstalter. Einer Bude seien fast regelmäßig die kleinen Schmuckelemente an den Seiten entwendet worden, offenbar hatten Menschen ohne Skrupel die liebevolle Dekoration als „Mitnehmartikel“ missverstanden und gestohlen. Auch in einem Verkaufsstand gab es Diebstähle. „Da haben wir sofort reagieren können, und die Sicherungen verstärkt. Das schreckte die Diebe ab, von da an war Ruhe.“ Aber beim Klau der Dekoelemente sei man machtlos gewesen.

Und obwohl ein Sicherheitsdienst Streife lief, sei zweimal versucht worden, den großen Weihnachtsbaum am Rathaus anzuzünden. Man habe die Spuren am Folgetag gefunden. Auch Strohballen, die am Märchenwald und rund um die Krippenfiguren für historisches Ambiente sorgen, seine weggezerrt worden, um sie anzuzünden. „Ich bin froh, das niemand verletzt wurde und kein großer Schaden entstanden ist.“ Warum jemand auf solche dumme Gedanken kommt, sei ihm schleierhaft. „Man lernt nie aus“, sagt Ganso.

Einige Neuerungen auf dem Markt seien gut angenommen worden, so die kleine Hütte, in der man sich hinsetzen und seinen Glühwein trinken konnte. „Die war fast immer belegt, das zeigt, dass das ankam bei den Gästen.“ Und auch die „Raufen“, die bei dem verregneten Adventswetter etwas Schutz boten, kamen gut an. „Ein Marktbeschicker will für die nächste Saison auch solche Raufen vor seinen Buden hinstellen. Schließlich haben wir auf das Wetter keinen Einfluss.“

Stabilerer Umsatz als in Quedlinburg

Trotz der regnerischen Tage sei der Markt kontinuierlich gut besucht gewesen. „Unter der Woche hatten wir hier einen stabileren Umsatz als auf dem Weihnachtsmarkt in Quedlinburg, auf dem ich mit zwei Buden ja auch vertreten bin“, berichtet Ganso. „Die Halberstädter haben keinen Grund, sich zu verstecken. Klar ist das Zentrum modern, aber mal ehrlich, wir waren doch alle glücklich, als wir vor 20 Jahren endlich wieder ein Zentrum hatten.“

Einige Betreiber, die in dieser Saison das erste Mal dabei waren, wollen den nächsten Weihnachtsmarkt wieder mitgestalten. So habe der Handbrot-Anbieter bereits eine Bewerbung abgegeben und auch der Stand mit den Kartoffelpuffern wird beim nächsten Weihnachtsmarkt wieder mit dabei sein.

Aufgenommen hat Jens Ganso Hinweise, die es beim Rundgang zur Bewertung der schönsten Weihnachtsbude gab. So will er sich darum kümmern, dass keine Plastik-Müllbehältnisse mehr auf dem Markt stehen. „Ich werde noch ein paar der Holzstehtische anschaffen, unter deren Tischplatte gleich ein Abfallsammler befestigt ist.“

Neuanschaffungen sind auch für die „Halberstädter Eiszeit 2019“ erforderlich. So hat Ganso 150 Paar neue Schlittschuhe gekauft. „Im vergangenen Jahr sind bei vielen die Verschlüsse gebrochen, jetzt haben wir hochwertigere Schuhe angeschafft, um ausreichend Schuhe für die Ausleihe zu haben.“ Die Schuhe kann man sich wieder am Eingang zur Eisbahn ausleihen, auch die Bänke zum Umziehen wird es wieder geben, damit man dann auf den 450 Quadratmetern Eis laufen kann. Für die jüngsten und die, die sich erstmals aufs Eis wagen, gibt es auch wieder die Tierfiguren als Laufhilfen zum Ausleihen.