Hödingen l Die ersten frostigen Temperaturen haben Hans-Heinrich Krause, Wolfgang Pawlik und ihre Kollegen von der Straßenmeisterei Hödingen bereits bewältigt. Kündigt sich der Winter an, sitzen sie und beauftragte Subunternehmen früh ab 3 Uhr in den Kabinen der Räum- und Streufahrzeuge, um für die Befahrbarkeit von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen zu sorgen.

„Für das Ministerium beginnt der Winterdienst offiziell am 1. November“, so Uwe Preuß. Er ist technischer Mitarbeiter der Straßenmeisterei Hödingen des Landesstraßenbaubetriebes (LSBB) und koordiniert die Einsätze des Teams.

Klarer Auftrag

Der Auftrag ist klar und bundesweit einheitlich: Zwischen 6 und 22 Uhr muss die Befahrbarkeit gewährleistet werden, auch wenn es keinen Rechtsanspruch auf den Winterdienst gibt, ergänzt Regionalbereichsleiter Stefan Hörold von der Landesstraßenbaubehörde.

„Wir haben es so eingerichtet, dass an wirklichen Wintertagen rund um die Uhr gefahren werden kann“, sagt Uwe Preuß. 32 Messpunkte gibt es in den Fahrbahnen des Zuständigkeitsbereiches, der immerhin stolze 220 Straßenkilometer umfasst. Sie zeigen Temperatur, Restsalz und Feuchte an und übermitteln das ganze nach Hödingen, wo die Angaben laufend ausgewertet werden. An mehreren Bildschirmen kann Uwe Preuß das Geschehen direkt vor Ort verfolgen und entsprechend tätig werden

Viele assoziieren den Winterdienst mit Schnee, doch das Team des LSBB hat es mit ganz anderen Wetterlagen nicht weniger schwer. Temperaturen um den Gefrierpunkt, verbunden mit Niederschlag und Nebel stellen gefährliche Kombinationen ein. Immer wieder beobachtet Hans-Heinrich Krause Kraftfahrer, die sich auf solche Wetterlagen und damit verbundene gefährliche Straßenverhältnisse nicht oder nur unzureichend einstellen. Sich auf winterliche Bedingungen einstellen, bedeutet für ihn, runter vom Gas, locker mal mindestens 20 Kilometer pro Stunde langsamer als erlaubt. Das heißt aber auch, mehr Zeit einplanen, was viele Kraftfahrer gern mal vergessen.

Geballte Erfahrung

Ganz viel geballte Erfahrung steckt hinter den Straßenmeistern, und das ist auch dringend nötig. „Jeder Kilometer ist anders, es gibt etliche Wetterscheiden“, sagt Uwe Preuß. Darauf müssen sich seine sechs Fahrer und die fünf beauftragten Fremdunternehmen stets einstellen. Und mit einem Schneepflug davor lässt es sich ganz anders fahren, als beim Streuen“, so Hans-Heinrich Krause. Das Mischverhältnis des Streugutes kann er dank moderner Technik per Knopfdruck vom Fahrerhaus aus regeln.

Zum Fuhrpark der Straßenmeisterei gehören drei Fahrzeuge mit sechs Fahrern, vier Lkw und ein Fahrzeug für Radwege bei den fünf Fremdunternehmen.

Gefüllte Streuguthalle

Die Streuguthalle ist gut gefüllt. Rund 650 Tonnen sind eingelagert und warten darauf, verwendet zu werden. Zum Glück waren die vergangenen Wintermonate nicht so hart, dass die Halle leergefegt werden musste, aber es gab auch schon Winter, da sah es ganz anders aus, da war es letztendlich sogar sehr schwierig, überhaupt noch Nachschub zu bekommen.