Hillersleben l Wer etwas über die Geschichte des Dorfes erfahren wollte, war am Freitag Abend im Festzelt richtig. Vor einem großen Publikum ließ Hobbyhistoriker Klaus-Peter Keweloh die Jahrhunderte Revue passieren. Schwerpunkte seines Lichtbildervortrages waren unter anderem die Geschichte des Klosters, das Dorfleben oder der Bau und Betrieb der Heeresversuchsanstalt Hillersleben. „Als 1938 die Siedlung und der Wohnpark fertiggestellt waren, lebten dort 1500 Menschen“, berichtete Keweloh.

Interessant auch der Vortragsteil über die Garnison der Roten Armee in Hillersleben, die 1994 mit dem Abzug der Soldaten endete. Unter den aufmerksamen Zuhörern war auch Jörg-Dieter Warnke aus Haldensleben, der damals mit seiner Lokomotive den letzten Zug der abziehenden Russen aus Hillersleben zog.

Veranstalter des zweitägigen Jubiläumsfestes war der erst kürzlich gegründete Verein „Familienfreundliches Hillersleben“. Vor allem Eltern haben sich bei den vielen Arbeitseinsätzen für den Spielplatz hier zusammengefunden. „Wir wollen die Gemeinschaft im Dorf wieder mehr zusammenbringen“, betonte Ramona Gorus, die gemeinsam mit Sven Simmonsen, Mandy Schröder und Steffen Kühne zum Vorstand des Vereines gehört.

Bilder

Guter Einstand für einen noch ganz jungen Ver

Ein besonderer Höhepunkt des Festes war dann auch die Einweihung des Kinderspielplatzes. Zahllose Stunden haben die Vereinsmitglieder geleistet, damit die Hillersleber Kinder hier wieder nach Herzenslust spielen können. Westheide-Bürgermeister Hans Hirche (CDU) bedankte sich für diese beispielhaften Initiativen, als er gemeinsam mit der kleinen Ida Krull das Band durchschnitt und damit den Spielplatz der Nutzung übergab. Dankesworte gab es auch von den Vereinsmitgliedern „für die vielseitige Unterstützung bei der Realisierung des Spielplatzneubaus durch die Einwohnern des Ortes“.

Bei herrlichem Sommerwetter genossen die Festbesucher die zahlreichen Angebote. Da gab es Spannung beim Volleyballturnier, lockte ein üppiges Kuchenbüfett, oder ein Eiswagen. Weiterhin hatten die Veranstalter mit Unterstützung durch die Gemeinde und vieler Sponsoren auch Hüpfburg, Kremserfahrten, Tombola, Kinderschminken oder Ponyreiten organisiert. DJ Patrick sorgte beim abschließenden Tanzvergnügen mit seiner Musik dafür, dass die Tanzfläche stets gut gefüllt war. Mit diesem gelungenen Einstand dürfte es dem jungen Verein nicht schwerfallen, weitere Mitglieder zu gewinnen.