Dorst l Frauen, Männer und Kinder des 170-Seelen-Ortes folgten der Einladung der Jagdgenossenschaft. „Mit 71 Leuten ist der Rekord - von 90 - noch nicht ganz geknackt, aber wir sind nah dran. Wir haben eine neue Wanderroute von sieben Kilometer. Und im Wald gibt es eine Überraschung“, verriet Ingo Springborn von der Jagdgenossenschaft Dorst. Die Wanderung sei ein Höhepunkt für die Dorster, die über Generationen den Gemeinschaftssinn stärke.

Kutschieren ließen sich im Besonderen die älteren Dorster, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß unterwegs sind. Auf dem Kutschbock saß Landwirt Siegfried Partes aus Uthmöden, der die Zügel seiner Kaltblüter in den Händen hielt. Kurt Materne, der im nächsten Jahr sein 80. Wiegenfest feiert, zählte zu den betagtesten Gästen. Die Wanderung führte in Richtung Pax zur ehemaligen Haltestelle der Kleinbahn der Strecke Haldensleben-Gardelegen. Das war der erste Halt für ein paar Informationen über die Geschichte. Kurz danach kam es zu einer nicht geplanten Begegnung. Ein Wildschwein passierte den Weg und staunte wohl nicht schlecht, so viele Dorster in einem Rudel zu sehen. „In Dorst sagen sich Wildschwein, Fuchs und Hase nicht ,gute Nacht‘, sondern auch ,guten Tag’“, sagte Manfred Franke, Ortsteilbeauftragter von Dorst, schmunzelnd. Er hatte einige präparierte Tiere von Wanderfreunden zusammengetragen, um sie am Rastplatz zu zeigen. Wer in Dorst zu Hause ist, hatte bei dem Heimatkundequiz Vorteile. Wieder in Dorst angekommen, stärkten sich die Wanderer mit Essen aus der Gulaschkanone.

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