Alleringersleben l Als eine von wenigen Gemeinden kann die Gemeinde Ingersleben für das kommende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Im Ergebnishaushalt ergibt sich zwar ein kleines Defizit, das sich aber im Gesamthaushalt ausgleichen lässt. Der Fehlbetrag lässt sich noch decken, Investitionen können aus Barmitteln gezahlt werden.

Die Steuern, letztmals angehoben im Jahr 2010, können konstant gehalten werden. Bei der Grundsteuer A liegt der Betrag bei 250 Prozent, bei der Grundsteuer B bei 350 Prozent. Die Gewerbesteuer hat sich bei 380 Prozent eingepegelt. Zum Vergleich: Der Landesdurchschnitt liegt bei rund 340, hat aber insgesamt ein große Spanne zwischen 237 und 507 Prozent.

Die Gemeinde drücken aber trotzdem ständig steigende Umlagen für die Verbandsgemeinde und den Landkreis sowie die Gewerbesteuer ebensosehr wie andernorts auch. Derzeit geht der Haushalt davon aus, dass die Kreisumlage 41,3 Prozent, die Verbandsgemeindeumlage 55,13 Prozent und die Gewerbesteuerumlage 9,21 Prozent ausmachen wird. Macht zusammen 105,64 Prozent. „Diese Ausgaben belasten uns natürlich besonders“, sagte Kämmereimitarbeiterin Ilona Schmidt bei der ersten Lesung.

Auch das leichte Plus bei den erwarteten Landeszuweisungen gibt nicht unbedingt Grund zur Hoffnung, denn es basiert auf dem Finanzausgleich. „Damit wird spätestens ab 2019 Schluss ein, dann haben wir an das Land zu zahlen“, machte die Verwaltungsmitarbeiterin deutlich.

Große Investitionen wollen auch in Alleringersleben, Eimersleben, Morsleben und Ostingersleben in der Zukunft gut überlegt sein. Fortgeführt und beendet werden soll der Bau am Eimersleber Sportlerheim. 40 000 Euro werden dafür im Etat 2016 vorgesehen. 10 000 Euro müssen reichen, um Ersatzbeschaffungen für die Gemeindearbeiter tätigen zu können, darunter ein dringend benötigter Traktor. Für den Ausbau des Weges an der Kirche in Alleringersleben ist ein Fördermittelantrag über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten gestellt. Auch die Fassade der Kindereinrichtung im Ort wartet auf eine Erneuerung.

Investiert werden muss auch in eine Sanierung des Eimersleber Teiches. Hier gilt es, die Uferbefestigung zu erneuern.

Im kommenden Jahr rechnet Ilona Schmidt außerdem mit einer Prüfung der Eröffnungsbilanz. Stolze 30 000 Euro hat sie dafür in den Haushalt als Kosten eingestellt.

Froh ist der Gemeinderat von Ingersleben, dass er noch auf einige Einnahmen über die Kowisa, Konzessionsabgaben und aus der Vermietung gemeindeeigenen Wohnraums verweisen kann. Auch profitiert die Gemeinde von einer sogenannten Morsleben-Pauschale, allerdings nur bis 2026, dann läuft diese Zuwendung aus.

Gerade beim Wohnraum hat die Gemeinde gut gewirtschaftet und immer wieder daran festgehalten, diesen Aufgabenbereich in kommunaler Hand zu behalten. So soll im nächsten Jahr eine kommunale Wohnung in der Schulstraße in Eimersleben ordentlich hergerichtet werden. Der Wohnungsbestand in Gemeindehand ist ausgelastet.

„Alles in allem haben wir einen Haushaltsplan ohne Bauchschmerzen“, sagte Bürgermeister Thomas Crackau. Er bedankte sich insbesondere bei Ilona Schmidt für eine gute und solide Vorbereitung der Lesung, die auf einer guten Zusammenarbeit insgesamt basieren würde.

Der Gemeinderat stimmte nach der ersten Lesung bereits einer Verabschiedung zu.