Rottmersleben l Wesentliche Beschlüsse für 2016 hat die Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Flechtinger Höhenzug“ im großen Saal des „Deutschen Hauses“ in Rottmersleben gefasst. Es ging um 40 geplante Vorhaben und eine entsprechende Einordnung der Vorhaben in eine Prioritätenliste.

Der Hintergrund: Die Landesregierung hat allen Lokalen Aktionsgruppen Sachsen-Anhalts, die am 20. August 2015 für die laufende EU-Förderperiode zugelassen wurden, angeboten, eine solche erste Prioritätenliste vorzubereiten, um 2016 erste Projekte mit Fördermitteln aus dem Leader-Prozess zu unterstützen.

Die Mitglieder stimmten in Rottmersleben den anhand eines Punktesystems bewerteten Projektvorschlägen zu und verständigten sich über eine Reihenfolge jener Projekte, die eine gleiche Punktzahl erhalten haben. Abschließend erfolgte ein Beschluss über die Reihenfolge aller eingereichten Projekte auf einer Prioritätenliste. Diese Prioritätenliste wird jetzt beim Landesverwaltungsamt eingereicht.

Auf der Liste stehen unter anderen Vorhaben wie der geplante Umbau des alten evangelischen Gemeindehauses in Althaldensleben zu einem kirchlich-sozialen Betreuungs- und Begegnungszentrum, die Einrichtung eines „Multiplen Hauses“ in Ummendorf, die Sanierung der Kirche St. Peter und Paul in Niederndodeleben oder die Fortführung der Sanierung der Kirche St. Petri in Eimersleben.

„Nun warten wir sehnsüchtig auf die Formblätter des Landes. Sie regeln sämtliche einzuhaltenden Vorgaben der Förderrichtlinien“, erklärte die LAG-Vorsitzende Steffi Trittel. Sie räumte ein: „Am Anfang einer neuen Förderperiode sind die Rahmenbedingungen meist noch sehr kompliziert, um eine Projektauswahl vorzunehmen. Noch sind nicht alle Förderrichtlinien vorhanden, die dringend gebraucht werden, um die Rang- und Reihenfolge der entsprechenden Projekte verlässlich bestimmen zu können.“

Diese vorbereitenden Arbeiten bis hin zur Erstellung einer Prioritätenliste nahm in den vergangenen EU-Förderperioden ein hauptamtlicher LAG-Manager wahr.

Neuer LAG-Manager voraussichtlich im April

Voraussichtlich ab April wird der LAG „Flechtinger Höhenzug“ wieder ein Manager zur Verfügung stehen. Das stellte der für die Ausschreibung der LAG-Manager-Stellen zuständige Holger Mühlisch, Regionalmanager des Landkreises Börde, bei der Mitgliederversammlung in Aussicht. „Drängendste Aufgabe unseres neuen Managers wird sein, die Projekt-Vorschläge der Akteure unserer LAG-Region zu begleiten, zu wichten und auf Grundlage der dann hoffentlich komplett vorliegenden Fördermaßgaben eine Prioritätenliste für 2017 vorzubereiten“, betonte Steffi Trittel und rief alle Akteure auf, innovative, experimentelle Projekte zu entwickeln, die im Idealfall neu in der Region sein sollten.