Walbeck l Eng wurde es im Bürgerhaus „Ulrich Mühe“ beim diesjährigen Weihnachtsmarkt der Vereine und Walbecker Bürger. Die langen Tischreihen hatten sich schnell gefüllt, alle warteten bei Kaffee und Kuchen gespannt auf das Programm der „Hagenwichtel“ und das Märchenstück der Erwachsenen.

„Als Weihnachtsmann würde ich eine schlechte Figur abgeben, denn es gibt keine Geschenke, der Sack ist leer, die Stadt hat alle Gelder eingefroren“, sagte Ortsbürgermeister Martin Herrmann zur Begrüßung. Er sei bloß froh, dass sich engagierte Bürger und Vereine nicht davon abhalten ließen, trotzdem tolle Sachen auf die Beine zu stellen.

Zum 14. Mal wurde der Weihnachtsmarkt bereits organisiert, der nicht nur das kulturelle Programm, Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus bereithielt, sondern auch auf dem Marktplatz davor ein munteres Treiben in und vor verschiedenen Buden. Vereinsarbeit sei die Basis für ein kulturelles und abwechslungsreiches Leben, sagte Martin Herrmann und dankte allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung engagiert waren: „Ohne euch Vereine und all die engagierten Menschen in den Orten wäre das Landleben wohl nicht mehr so attraktiv.“

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Mit Spannung erwartet wurde das Programm der jüngsten Einwohner. Der örtliche Kindergarten hatte unter anderem ein zauberhaftes Singspiel über Freundschaft und Hilfsbereitschaft einstudiert. Dabei schlüpften die Kinder, die vor ihrem Auftritt ganz schön aufgeregt waren, in verschiedene Rollen, spielten junge Bärenkinder genauso gekonnt wie eine Bärenmutter, die Findelkinder in ihre eigene Familie aufnimmt.

Die Erwachsenen hingegen hatten sich in ihrer mittlerweile schon 11. Aufführung in diesem Jahr das Märchen „Rotkäppchen“ in etwas abgewandelter, moderner Form auserkoren.

Spaßig, turbulent und zugleich unterhaltsam ging es zu, bis Rotkäppchen und die Großmutter wieder vom Jäger aus dem Bauch des Wolfes befreit waren.

Zur Strafe wurde Isegrim aber nicht etwa eingesperrt. Nein, er wurde als Maskottchen für die Wölfe des VfL nach Wolfsburg geschickt, um dort in grün-weiß den Fans und Spielern beizustehen.

Für die zauberhafte Idee, ihre Umsetzung, tolle Kostüme und schöne Kulissen ernteten sowohl die kleinen als auch die großen Laienschauspieler reichlich Applaus.

Rund zehn Jahren mussten ins Land gehen, doch nun liegt die 5. Ausgabe der „Heimat-grüsse aus Walbeck“ vor. Dieter Hahne, Jutta und Dietmar Pätz boten die frischgedruckte Auflage zum Weihnachtsmarkt im Foyer des Bürgerhauses an. Ihnen dankte Martin Herrmann für die Investition von zwei Jahren akribischer Arbeit und unendlich viel Freizeit, bis die vergangenen zehn Jahre und Einblicke in länger zurückliegende Ereignisse aufgearbeitet waren.

Vor dem Bürgerhaus zog unterdessen schon ein zarter Duft von Glühwein durch die Luft. Imbiss- und Getränkeangebote wechselten mit allerlei weihnachtlichen Dekorationen. Leckereien und anderen Angeboten.

Und auch wenn der Ortsbürgermeister eingangs eines langen Adventnachmittages behauptete, er gebe angesichts seines leeren Säckels keinen guten Weihnachtsmann ab, hatten sich die Walbecker einen Weißbärtigen bestellt, der die Kinder mit Kleinigkeiten überraschen konnte.