Zobbenitz l Seit 1968 existiert der Zobbenitzer Reit- und Fahrverein. „Wir waren einst eine sehr junge und große Truppe, die sich auf das Springreiten spezialisiert hatte. Das Fahren ist mit den Jahren ein bisschen in den Hintergrund gegangen. Wir konzentrieren uns mehr auf das Reiten“, erklärte Udo Hoppe, der über viele Jahre den Vorsitz hatte.

Hoppe übergab erst im vergangenen Jahr seiner Tochter Jasmin Westphal das Zepter. „Zu DDR-Zeiten standen die Pferde in den Ställen der LPG. Nach der politischen Wende wurden die Pferde verkauft. Jeder hat nun sein Pferd privat in seinem Stall“, erzählte der einstige Vorsitzende. Seit 1972 veranstaltet der Verein die Turniere auf dem heutigen Dressurplatz.

Gründung 1968

„Früher gab es für Turniere, wie das Kränzchenreiten, ein Provisorium an Plätzen. Dabei hat uns die LPG immer unterstützt. Weil die Fußballmannschaft aufgegeben hatte, haben wir 1995 den Fußballplatz als Springplatz dazu bekommen. 1996 fanden sogar die Landesmeisterschaften in Zobbenitz statt“, erinnerte sich Hoppe. Dann gab es alle zwei Jahre ein großes Reit- und Springturnier. Inzwischen lockt das Turnier in jedem Sommer Reiter und Pferdefreunde aus nah und fern an.

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Einiges hat sich im Laufe von fünf Jahrzehnten verändert, aber der Reitsport hat seine Attraktivität behalten. Der Verein war vor 50 Jahren gegründet worden. Udo Hoppe, Karsten Görges und Burkhard Schulze, die den Verein von der Pike mit aufgebaut haben, gehören zum harten Kern des Vereins.

„Trotz großem Engagement ist der Verein auf Sponsoren angewiesen. Ohne Geld geht nichts“, wissen die drei Männer. Jetzt zählen etwa 50 Frauen, Männer und Jugendliche zum Verein. Die Mitglieder kommen nicht alle aus Zobbenitz, sondern auch aus umliegenden Orten. „Wir sind eine Truppe, die sehr gut zusammenhält, sonst würden wir die Turniere gar nicht durchführen können“, weiß Hoppe.

Rund 50 Mitglieder

Mit der Übernahme des Fußballplatzes hatten die Reiter auch das gemeindeeigene Mehrzweckgebäude zur Nutzung bekommen. In der Vergangenheit gab es aus ungeklärter Ursache einen Brand, der das Innere des Gebäudes fast völlig zerstörte. Stück für Stück wird das Gebäude nun seit drei Jahren saniert. Sanitäranlagen und eine Küche wurden eingebaut. Eine Heizung fehlt jedoch noch.

Das Neujahrsgrillen war der Auftakt für die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen. An einer riesigen Feuerschale, die extra für das Grillen angeschafft wurde, schmiedete das Reitervolk Pläne. „Bei der Schale handelt es sich um das Unterteil eines alten Kessels aus der ehemaligen Ogema-Fruchtsaftfabrik in Calvörde“, erklärte Hoppe. Auf dem Plan des Vereins steht eine Fahrt der Vereinsmitglieder.

Höhepunkt im Jubiläumsjahr wird das große Reit- und Springturnier am ersten Wochenende im August. „Im nächsten Jahr wollen wir die Landesmeisterschaften in der Dressur und im Springen ausrichten“, blickte Hoppe voraus.