Langenweddingen l Im 2000-Seelen-Ort Langenweddingen wurde es am Mittwoch eng. In der Halberstädter Straße reihten sich insgesamt zwölf Einsatzwagen der Feuerwehr aneinander. Hinzu kamen Polizeiwagen und Rettungsdienste. Sogar der Fachdienst ABC, zuständig bei atomaren, biologischen und chemischen Gefahren, rückte an. Grund für den Großeinsatz war ein Brief mit einem unbekannten, färbendem Substrat.

Diesen erhielt eine Bürgerin aus Langenweddingen am Mittwochnachmittag. Auf dem Umschlag fehlte laut Polizei der Absender. Darin befand sich kein Brief, sondern ein dunkles, sehr feines Granulat. Als die Empfängerin die Substanz berührte, färbten sich ihre Hände blau. Die Bürgerin bekam es mit der Angst zu tun und rief die Polizei.

Substrat ist nicht giftig

Da es sich um einen unbekannten Stoff handelte, wurde der Fachdienst ABC des Landkreises Börde vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz angefordert. Zur Unterstützung waren außerdem die Feuerwehren Osterweddingen und Langenweddingen vor Ort, wie der Gemeindewehrleiter Mario Schulze bestätigt. Etwa 30 Einsatzkräfte waren mit dem Substrat beschäftigt.

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Die Spezialkräfte des Gefahrgutzuges bargen in Langenweddingen die Substanz und vertüteten sie. Der Stoff konnte noch während des Einsatzes als ungiftig eingestuft werden – es bestand also zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Leib und Leben. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Worum es sich bei dem blau färbenden Granulat jedoch genau handelt, muss nun das Landeskriminalamt in Magdeburg untersuchen. Wie lange diese Untersuchung dauert, konnten die zuständigen Beamten noch nicht sagen.