Naturschutz

Achtjährige aus Uthmöden bastelt mit ihrem Vater ein neues Zuhause für Insekten und Vögel

Von Theresa Schiffl
Die acht Jahre alte Antje Rieke aus Uthmöden hat gemeinsam mit ihrem Vater Niskästen und ein Insektenhotel gebastelt. Foto: Theresa Schiffl

Uthmöden

In Uthmöden gibt es für Vögel neue Nistkästen und für Insekten sogar ein eigenes „Hotel“. Diese Idee hatte die acht Jahre alte Antje Rieke aus Uthmöden. Bei ihrem Vorhaben wurde die Kleine von ihrem Vater Jörg Rieke tatkräftig unterstützt. „Insgesamt haben wir 20 Nistkästen gebaut“, erzählt Jörg Rieke. Diese entstanden Stück für Stück in den vergangenen Monaten.

Uthmödens Ortsbürgermeisterin Marie Ohrdorf hatte im April vergangenen Jahres die Aktion „Gemeinsam! Einsam“ ins Leben gerufen und damit Vater und Tochter für ihr eigenes Projekt inspiriert. Die Nistkästen wurden von Antje jeweils mit einem bunten Regenbogen verziert. Die finden sich nun in Uthmöden am Spielplatz, auf der Streuobstwiese und an weiteren Stellen im Ort. Da es aktuell kein Vereinsleben gebe, müssen man kreativ werden, findet Jörg Rieke. „Wir haben dann immer vormittags während des Lockdowns oder sonst nachmittags an den Nistkästen gebaut“, berichtet der Vater.

Schriftzug: „Ich liebe Uthmöden“

Neben den neuen Brutstätten für Vögel wurden aber auch die Insekten bedacht: Gemeinsam haben die Achtjährige und ihr Vater aus einem alten, abgestorbenen Apfelbaum für die Tierchen einen Insektenhotel gebaut. Dieses steht nun bei der Streuobstwiese an der Utau. Und das Hotel ist auch ein Zeichen für das Heimatgefühl: Auf dem Baumstamm findet sich der Schriftzug „Ich liebe Uthmöden“.

Jörg Riekes Tochter sei gerne in der Natur und reitet in ihrer Freizeit auch. „Sie war im Waldkindergarten und hat da viel gelernt. Jetzt ist sie in der zweiten Klasse an der Otto-Boye-Schule und hilft da auch gerne im Schulgarten mit“, weiß der Vater stolz zu berichten. Auch in ihrer Freizeit bastelt Antje gerne und viel mit Naturmaterialien. Zusammen mit ihrer Großmutter würde sie auch Bastelarbeiten machen, die sie dann auf dem Bauernmarkt in Uthmöden verkaufen, erzählt ihr Vater.