Seinen ersten Arbeitstag als neuer Landrat des Landkreises Börde hat Martin Stichnoth (CDU) absolviert. Der Wolmirstedter sprach über seinen ersten Tag und seine ersten Ziele.

Volksstimme: Herr Stichnoth, Sie sind nun offiziell Landrat des Landkreises Börde. Ihre erste Amtshandlung war, dass Sie eine Personalversammlung einberufen haben. Was haben Sie gesagt?
Martin Stichnoth:
Ich habe mich und meine Ziele den Mitarbeitern der Kreisverwaltung in einer Personalversammlung vorgestellt. Dabei habe ich auch deutlich gemacht, wie ich mir die Arbeit der Kreisverwaltung vorstelle. Hier stehe ich für ein Miteinander, für Klarheit und Transparenz, für Kommunikation. Ich habe zudem darüber informiert, dass ich innerhalb der Verwaltung eine Organisationsveränderung vornehmen werde. Dabei habe ich mich an den erfolgreichsten Landkreisen in Deutschland orientiert. Ich möchte damit noch mehr Effizienz erreichen. Bevor ich jedoch mit Details an die Öffentlichkeit gehe, werde ich dies erst den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen vorstellen.

Welches Thema werden Sie als Landrat als erstes angehen?
Die Neuregelung zur Verbrennung von Gartenabfällen. Das ist ein Thema, das die Menschen beschäftigt. Es wird aktuell an einer neuen Verordnung gearbeitet. Tendenz ist, dass es im ländlichen Raum wieder erlaubt sein soll, Abfälle von gärtnerisch genutzten Flächen zu verbrennen. In dicht besiedelten Räumen allerdings nicht. Auch nicht in der Nähe von Krankenhäusern, Kindereinrichtungen oder Pflegeheimen. Mit den Kleingärtnern sind wir im Gespräch, um auch für sie eine praktikable Lösung, wie etwa Containerbereitstellung, zu finden. Doch wie gesagt, an der neuen Verordnung wird aktuell noch gearbeitet.

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von weiteren laufenden Aufgaben, denen ich mich widme, wie beispielsweise das Kreisentwicklungskonzept, das Radwegekonzept, die Haushaltsplanung, etc. Einer meiner ersten Termine ist ein Treffen mit den Bürgermeistern im Landkreis, um zu erfahren, was sie bewegt.

Seit langem bewegt die Bürgermeister, Sie wissen es als ehemaliger Bürgermeister von Wolmirstedt und in Ihrer bisherigen Arbeit als CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender ja selbst, die finanzielle Situation der Kommunen. Und hier auch die Umlage, die sie an den Landkreis zahlen müssen. Die Gemeinde Barleben hat sogar Klage deswegen eingereicht. Wie wollen Sie hier vorgehen?
Bemängelt wird ja vor allem, dass die Kommunen nicht einbezogen werden. Hier werde ich ansetzen. Ich muss darstellen, welche Aufgaben wir als Landkreis zu erfüllen haben und wofür wir das Geld brauchen. Hier muss es einen Austausch untereinander geben, um Transparenz und Verständnis zu erreichen. Und dafür stehe ich.