Bregenstedt l Regen, Sturm und Krankheit - so mancher Bregenstedter Sportfreund wird Dienstagabend noch gegrübelt haben, ob sich am Mittwochfrüh genügend Helfer für die MDR-Aktion „Mitmachen statt meckern“ am Sportplatz einfinden würden.

Doch schon früh um 8 Uhr am Mittwoch trudelten die ersten Frauen und Männer ein. Es gab viel zu tun, denn rund um den Sportplatz waren zahlreiche Aufgaben aufgelistet. Drei Seiten voller Tabellen mit Materialbestellungen hatten die Bregenstedter im Vorfeld erarbeitet, um ja nichts zu vergessen.

„Unsere Fußballer sind gerade recht erfolgreich. Wir haben am Wochenende nicht selten mal um die 200 Zuschauer“, sagt Matthias Wolter. Der Sportfreund zeigt auf die neuen Bänke die am Hügel aufgestellt werden, um den Fans mehr Platz als bisher auf den verwitterten Baumstamm-Bänken zu liefern. Unten am Spielfeld-rand wird vor den überdachten Mannschaftssitzplätzen gepflastert.

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Gedacht wurde auch an eine neue Entwässerung, um das frisch sanierte Sportlerheim vor künftigen Feuchteschäden zu bewahren. Eine Drainage wird verlegt, zusätzliche Regentonnen aufgestellt.  Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr werfen ihre Motorsäge an, um alte dicke Baumstämme in Abschnitte zu teilen. Sie sollen künftig am Parkplatz des Sportplatzes als Begrenzung dienen.

Grundschüler packen mit an

Mittlerweile sind auch die Viertklässler aus der örtlichen Grundschule angekommen, um mitzuhelfen. Freudig werden sie in Empfang genommen und gleich in ihre Arbeitsaufgabe eingewiesen. Ausgerüstet mit Arbeitshandschuhen sammeln sie Äste und Gestrüpp auf, um des zum Osterfeuer aufzuschichten. Die Mädchen und Jungen sind kaum zu bremsen. „Wir helfen gern“, sagen sie und erhalten von den Sportfreunden postwendend eine Einladung zum Osterfeuer. Auf die Kinder wartet natürlich am Ende ihres Einsatzes auch noch eine süße Überraschung.

Moderator Michael Wasian freut sich über das große Engagement und den Zusammenhalt im Dorf: „Wir mussten heute früh gleich erstmal bremsen. Jeder wollte am liebsten gleich loslegen. Aber wir wollen ja zeigen, was im Laufe des Tages entsteht.“ Also musste zunächst der Ist-Zustand von der Kamera aufgenommen werden. „Eines unserer Ziele ist auf alle Fälle schon erreicht. Mit unserem Engagement haben wir andere motiviert, ebenfalls mitzumachen“, ist Michael Wasian zufrieden.

Er arbeitet am Aufbau eines neuen Kassenhäuschens mit, das am Eingang aus Holzbrettern zusammengezimmert wird. Hier kann man am besten zusehen, wie mit vieler Hände Hilfe etwas schnell wächst. Tischlermeister Matthias Horsika vom Nachbarn Altenhausen hat ein wachsames Auge auf die Baupläne, dass alle Teile auch dorthin gelangen, wo sie hingehören.

Im Sportlerheim rotieren die Frauen. Ihnen obliegen Malerarbeiten für Decken und Wände. Es wird aber auch geputzt und gewienert sowie für ein deftiges Frühstück mit Kaffee oder Tee gesorgt. Und wer einen Moment des Aufwärmens braucht, wird auch nicht wieder hinaus geschickt, obwohl nahezu jedes Fleckchen im Sportlerheim genutzt wird.

„Wir sind echt gut drauf“, sagt Simone Zarrieß und zeigt auf die anderen Frauen, die frische Brötchen aufschneiden und Schmorwürste auspacken. Denn wer tüchtig arbeitet, soll sich auch stärken können. Vor dem Sportlerheim wird schon der Grill sauber gemacht. Unterdessen wächst das neue Kassenhäuschen in die Höhe. Die ersten Fenster sind verbaut, Dach und Fußboden folgen nach den Seitenwänden. Wird es noch rechtzeitig fertig? Die Antwort gibt es am kommenden Dienstag ab 19 Uhr bei Sachsen-Anhalt heute, wenn „Mitmachen statt meckern“ aus Bregenstedt berichtet.