Haldensleben l Die Frühjahrsbelebung hält auch auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Börde Einzug. In allen vier Geschäftsbereichen der Agentur für Arbeit in der Börde sind die Arbeitslosenzahlen im März zurückgegangen.

„Der milde Winter hat bereits im Vormonat zu einer hohen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen, vor allem in witterungsabhängigen Branchen, beigetragen. Im März setzte sich diese positive, saisonal typische Entwicklung am Arbeitsmarkt fort“, sagte Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Magdeburger Arbeitsagentur, am Donnerstag bei der Präsentation der Zahlen.

Haldensleben meldet 5 Prozent

Mit Blick auf die Geschäftsstellen in der Börde äußert sich dies so: Im Bereich Wolmirstedt sank die Zahl der Arbeitslosen im März um 112 Personen auf insgesamt 1329 Arbeitslose. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote im März von 4,5 Prozent. Der geringste Wert im gesamten Bereich der Agentur für Magdeburg.

Auch im Bereich Haldensleben hat sich die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um 65 auf 1496 Personen verringert. Das waren 271 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. In Haldensleben liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5 Prozent.

Im Geschäftsstellenbezirk Wanzleben waren im März 48 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Insgesamt 929 Menschen sind hier ohne Arbeit gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 5,6 Prozent. Deutlich weniger als im Bereich Oschersleben. Hier gibt die Agentur für Arbeit die Arbeitslosenquote im März mit 9,1 Prozent an. Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 135 auf 1757 Personen verringert. Das waren 221 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Ausbildungszeit endet

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigte sich im März weniger stark bei den jungen Menschen unter 25. Viele von ihnen beendeten in den vergangenen Wochen eine dreieinhalbjährige Ausbildung und müssen sich, wenn kein nahtloser Übergang in Beschäftigung möglich ist, arbeitslos melden. Dies betrifft hauptsächlich Auszubildende im Metall- und Elektrobereich wie Mechatroniker, Elektroniker, Industriemechaniker oder Zerspanungsmechaniker, heißt es von der Agentur für Arbeit.

Im März verloren 1549 Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt ihren Job und mussten sich arbeitslos melden. Das waren 332 weniger als noch im Februar. Im selben Zeitraum nahmen 1882 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf, das waren 301 mehr als im Februar.

Der Blick auf die Unterbeschäftigung zeichnet ein abschließendes Bild von der Verfassung des Arbeitsmarktes. Denn hier werden neben Arbeitslosen auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst.

Mehr freie Stellen gemeldet

Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) belief sich im März auf 29.668, das sind 2732 Personen weniger als im März des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote liegt mit aktuell 10,8 Prozent um 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Arbeitgeber meldeten im März 1529 freie Arbeitsstellen am ersten Arbeitsmarkt, das waren 34 Stellen mehr als im Februar. Insgesamt waren 5975 Arbeitsstellen im Bestand, die meisten Stellenangebote betreffen die Berufsgruppen der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (1875 Stellen, beispielsweise Mechatroniker), Gesundheit und Soziales (1144 Stellen, beispielsweise Altenpfleger) und Verkehr und Logistik (883 Stellen, beispielsweise Berufskraftfahrer).