Flechtingen l Anwohner am Flechtinger Bahnhof sind verärgert. Am unlängst veräußerten Neubaublock wurden durch den Investor Entrümpelungsarbeiten vorgenommen beziehungsweise in Auftrag gegeben. Dieser Umstand an sich zeigt zunächst erst einmal, dass Bewegung in die Belebung des Gebäudes und seines Umfeldes gekommen ist. Doch dass der Sperrmüll sich nun in einem Berg zwischen den Entsorgungscontainern für Glas und Altkleider sowie dem Seitengiebel des Neubaublockes türmt, bringt die Bewohner auf die Palme.

Wo solche Berge liegen, kommt schnell noch etwas hinzu, ganz zu schweigen von dem unschönen Anblick, der sich damit gegenwärtig bietet. Der Berg sieht auch so aus, als wurde schon in ihm herumgekramt. Eine Sonnenliege steht schon ausgebreitet. Hier müsse doch was passieren, berichtete ein Anwohner.

Eigentümer ist in der Pflicht

Der Verwaltung sind zunächst die Hände gebunden. Das Ordnungsamt könne erst einschreiten, wenn der Sperrmüll auch nach sechs Monaten noch nicht entsorgt worden sei, hieß es auf Nachfrage in der jüngsten Flechtinger Gemeinderatssitzung. Außerdem läge der Sperrmüll auf privatem Grund und Boden und nicht auf öffentlichem Gelände. Damit sei der Eigentümer zwar in der Pflicht, aber nicht verpflichtet, das aus dem Neubaublock geholte Sperrgut sofort zu beseitigen.

Den Anwohnern am Flechtinger Bahnhof bleibt nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass Entsorgungsfahrzeuge hoffentlich bald anrollen. Kein schönes Aushängeschild für Flechtingen, finden sie allerdings, zumal zum Beispiel Radfahrtouristen auf ihrem Weg vom Bahnhof in den Luftkurort direkt an dem neben der Hauptstraße abgelegten Unrat vorbeikommen.

Zum Tag des offenen Denkmals wird eine Radlergruppe per Zug aus Haldensleben im Luftkurort erwartet. Ob es wohl bis dahin klappt mit dem Aufräumen?, fragen Anwohner.