Rottmersleben l Die Kindertagesstätte „Olbespatzen“ in Rottmersleben möchte ganz offiziell eine „Gesunde Kita“ werden. Beworben hat sich die Einrichtung dafür bei der Landesvereinigung für Gesundheit (LVG).

In deren Auftrag waren ausgebildete Auditoren in der Einrichtung zu Gast, um die gesundheitsförderliche Atmosphäre in der kommunalen Kindertagesstätte auf den Prüfstand zu stellen. Diese Fremdbewertung gehört wie ein Qualitätsbericht der Einrichtung zum Zertifizierungsverfahren, zu dessen erfolgreichem Abschluss das Audit „Gesunde Kita“ verliehen werden kann.

64 Kinder werden betreut

Bei den „Olbespatzen“ in Rottmersleben werden derzeit 64 Mädchen und Jungen vom Baby bis zum Vorschulkind in vier altersspezifischen Gruppen betreut. In der Kita erleben sie jeden Tag individuell, können sich frei in den Räumen bewegen und Multifunktionsräume wie die Kinderküche oder die Ellipse mit Klettermöglichkeiten, Spielzeug sowie Sportgeräten nutzen.

„Wir unterstützen die natürliche Neugier des Kindes und fördern Bildungsprozesse, indem wir die Themen der Mädchen und Jungen aufgreifen und erweitern“, heißt es unter anderem im Qualitätsbericht der Einrichtung. Das Team setzt den situationsorientierten Ansatz in allen Kindergruppen alters- und entwicklungsspezifisch um. Der Aussage in diesem Bericht zufolge, ist es den Erzieherinnen wichtig, jedes Kind in seiner Individualität und seiner Persönlichkeit zu achten. Es sollte durch eigene Erfahrungen lernen, sich selbst einzuschätzen und zu entwickeln.

Regionale Verpflegung

Den kleinen „Olbespatzen“ wird eine regionale Ganztagsverpflegung in ruhiger Atmosphäre angeboten. Die Mahlzeiten nehmen die Kinder in ihren Stammgruppen ein. Frühstück und Vesper gibt es in Büfettform, wodurch die Mädchen und Jungen über Menge und Auswahl der Speisen selbst bestimmen können. Bei der Gestaltung des Speiseplans für das Mittagessen dürfen auch die Vorschüler schon ein Wörtchen mitreden.

Überhaupt ist Partizipation ein wesentlicher Bestandteil im dortigen Kita-Alltag. „Wir schätzen die freie Meinungsäußerung der Kinder und versuchen, diese altersentsprechend und angemessen zu berücksichtigen“, versichert das Kita-Team, das sich in den zurückliegenden Monaten intensiv mit „Partizipationsmanagement für gesundheitsförderliche Strukturentwicklung in Kitas“ beschäftigt hat.

Dieses kurz PagS genannte Projekt zielt darauf, gemeinsam mit allen Kita-Akteuren, bedarfsgerechte präventive und gesundheitsförderliche Aktivitäten zur gesunden und ausgewogenen Ernährung, zur Bewegungsförderung und Stressbewältigung sowie zur seelischen Gesundheit umzusetzen. Ob und wie weit dies bei den „Olbespatzen“ gelungen ist, wurde ebenfalls im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens zur „Gesunden Kita“ bewertet.

Kinder können mitentscheiden

Die mögliche Übergabe des Zertifikates soll anlässlich eines Familienfestes in der Einrichtung am 25. April erfolgen.

Das Audit „Gesunde Kita“ wurde von der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit Kita-Praktikern entwickelt. Aktuell nutzen sechs Bundesländer dieses Zertifizierungsverfahren.