Fachschule

Zweijährige Fachschule Agrarwirtschaft, Fachrichtung Landwirtschaft, Schwerpunkt Ökologischer Landbau

Schulform:

Vollzeitausbildung

Ausbildungsziel:

Abschluss Staatlich geprüfter Wirtschafter Schwerpunkt Ökologischer Landbau (Stufe I); Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirt, Schwerpunkt Ökologischer Landbau (Stufe II)

Ausbildungsdauer:

Stufe I/Stufe II jeweils ein Jahr

Aufnahmevoraussetzungen:

Einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung, Abschluss der Berufsschule und mindestens einjährige Berufstätigkeit (kann auch in Form eines gelenkten Praktikums während der Fachschulausbildung abgeleistet werden)

oder Abschluss der Berufsschule (oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss und eine einschlägige Berufstätigkeit von fünf Jahren)

Salzwedel/Haldensleben l Die Lehrer, die an der Berufsschule Salzwedel die landwirtschaftliche Ausbildung übernehmen, freuen sich schon auf den Start der zweijährigen Fachschule mit ökologischer Ausrichtung, versichert die Koordinatorin für diesen Bereich, Sigrun Pawelzik.

Der Unterricht sei detailliert vorbereitet, die didaktische Planung abgeschlossen. Die Berufsschulpädagogen haben entsprechende Fortbildungen zu den fachlichen Themen des Ökolandbaus besucht, berichtet Pawelzik. Das Ganze in enger Abstimmung mit den Kollegen der Fachschule in Haldensleben. Salzwedel wird künftig ein Standort der Einrichtung sein, heißt es aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) auf Anfrage der Volksstimme.

Bildungsgang muss sich etablieren

Viele fachliche Themen überschneiden sich mit denen, die auch in der konventionellen Landwirtschaft gelehrt werden, erklärt Pawelzik. Beispielsweise in der Betriebswirtschaftslehre, Mitarbeiterführung, schwerpunktmäßig auch in Tierhaltung und Pflanzenbau. Mitte August geht es los. Eine Klasse kann bis zu 20 Schüler haben. Bislang gibt es drei Bewerbungen, informiert das Ministerium.

„Der Bildungsgang muss sich erst etablieren“, sagt die amtierende Schulleiterin Anerose Rohde. Dass er eine Zukunft hat, daran zweifelt an der Salzwedeler BBS niemand. Schon 2013 hatten Lehrer und Leitung einen Vorstoß dahingehend gewagt. Die Umsetzung verzögerte sich immer wieder. Vom Bildungsministerium wurde der Bedarf angezweifelt. Als zweiter Punkt wurde angeführt, dass die parallele Einrichtung eines Fachschulbildungsgangs in Salzwedel den Fachschulstandort Haldensleben gefährden oder schwächen könnte. Allerdings ist das Vorhaben Bestand des Koalititionsvertrages der Landesregierung. Vor allem Grünenpolitiker haben sich für die Fachschulausbildung in Salzwedel eingesetzt.

Inzwischen ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bildungs- und Landwirtschaftsministerium zur Übertragung des Bildungsganges einschließlich der personellen Absicherung unterzeichnet worden. Auch ein Nutzungsvertrag zwischen dem Altmarkkreis als Schulträger und dem MULE wurde abgeschlossen, informiert dessen stellvertretende Pressesprecherin Jenny Henniger.

Noch bis zum Start der Ausbildung am 15. August können sich Interessenten für die Fachschule bewerben. Anmeldungen sind an die Fachschule für Landwirtschaft Haldensleben, Telefon 03904/485 80, oder die Berufsbildenden Schulen des Altmarkkreises Salzwedel, Telefon 03901/858 00, zu richten.