Haldensleben l Die Arbeiten für den Ausbau des Breitbandnetzes in Haldensleben sind offensichtlich. Überall wird gebuddelt, unzählige Absperrbaken sichern die Löcher auf den Gehwegen. „Wir sind planmäßig unterwegs“, versichert Joachim Fricke, Leiter des Projektes Breitbandausbau in Sachsen-Anhalt bei der Telekom.

Arbeiten sind im Zeitplan

Von den 85 benötigten neuen Verteilerstellen seien bereits 55 aufgestellt worden, der Rest sei in Arbeit, erklärt Fricke während der jüngsten Beratung des Arbeitskreises „Digitales Haldensleben“. Zu dem gehören neben dem Telekommunikationsunternehmen auch Stadträte, die Stadtverwaltung, die Stadtwerke Haldensleben und das Magdeburger Institut für Informations- und Kommunikationstechnik I2KT, das die Stadtverwaltung in Sachen Breitbandausbau berät und unterstützt.

In den Gewerbegebieten seien die neuen Glasfaser-Kabelstränge entlang der Längstrassen fast komplett verlegt. Dort wird jetzt mit der Realisierung der Hausanschlüsse begonnen. Noch aber hätten nicht alle Unternehmen, die dort angesiedelt sind, ihr Interesse bekundet, meint Joachim Fricke. Entsprechende Anträge würden eher nach und nach gestellt.

Frist bis 25. September

Deshalb setzt der Projektleiter nun einen Schlusstermin: Unternehmen, die in den Gewerbegebieten ihren Sitz haben, sollten bis zum 25. September ihren Glasfaser-Hausanschluss bei der Telekom beantragen. „Dann können diese Arbeiten noch im Zuge des jetzigen Ausbaus ausgeführt werden, so dass zum Jahresende schnelles Internet zur Verfügung steht“, macht Fricke deutlich. „Nachzügler“, die ihren Anschluss erst nach Abzug der Bautrupps beantragen, müssen dagegen mit Wartezeiten rechnen – „im besten Falle vier Wochen nach Beantragung“, ergänzt Andreas Meyer vom Infrastrukturvertrieb der Telekom in Sachsen-Anhalt.

Bis zum Jahresende, so versprechen die Telekom-Vertreter, werden die Ausbauarbeiten beendet sein. Sowohl die Kernstadt als auch die Ortsteile verfügen dann über schnelles Internet. „Im Stadtgebiet Haldensleben laufen die Arbeiten, in Uthmöden und Satuelle werden sie in der kommenden Woche beginnen“, nennt Joachim Fricke die nächsten „Baustellen“. Hütten sei dagegen bereits „so gut wie fertig“, sagt er. „Wahrscheinlich geht dort das Netz noch im November in Betrieb.“

Hütten ist fast fertig

Auch in Süplingen läuft der Netzausbau, allerdings in Eigenregie der Telekom ohne Fördermittel. Auch damit will das Unternehmen Ende 2018 fertig sein.

Für mehr als 1,5 Millionen Euro – davon gut 1,4 Millionen Euro Fördermittel – wird in Haldensleben, Hütten, Satuelle und Uthmöden das Breitbandnetz ausgebaut. Nach Abschluss der Arbeiten werden rund 8000 Privathaushalte mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s sowie Unternehmen mit bis zu 100 Mbit/s versorgt. Neben den 85 neuen Verteilerstellen werden im Stadtgebiet und den Ortsteilen auch rund 70 Kilometer Glasfaser verlegt.