Hohenwarsleben l Mit einem symbolischen Knopfdruck haben Bürgermeisterin Steffi Trittel und Andreas Riedel, Geschäftsführer des Telekommunikationsunternehmens MDDSL, am Dienstag ein weiteres Segment für schnellere Datenautobahnen in der Hohen Börde in Betrieb genommen. Zu diesem Segment gehören das Gewerbegebiet sowie bisher nicht erschlossene Bereiche von Hohenwarsleben.

Für die Erschließung wurden Leitungen auf einer Gesamtlänge von 7,9 Kilometern verlegt. Für den Aus- und Umbau sowie den Anschluss des Bereiches an den Glasfaserring der MDDSL rund um Magdeburg wurden etwa 290 000 Euro investiert. „Damit können demnächst erste Anschlüsse mit Tarifen bis 50 Mbit/s und dann Tarife bis 100 Mbit/s je Kunde beantragt werden“, erklärte Andreas Riedel. Ein Wechsel von 50 auf 100 Mbit/s sei nach Freigabe der Bundesnetzagentur an diesem Standort kurzfristig möglich.

Gewerbegebiet profitiert

Darüber hinaus kann MDDSL für Geschäftskunden im Hohenwarsleber Gewerbegebiet mit der Erschließung nun hochleistungsfähige Glasfaseranschlüsse anbieten. Bei entsprechender Nachfrage sind diese auch im Gewerbegebiet Irxleben möglich. Diese neuen Glasfaseranschlüsse haben diverse Vorteile, wie die Experten sagen. So seien sie „vollkommen gewitterunabhängig“, da kein Spannungspotenzial übertragen werde. Zukünftig seien Bandbreiten mit Glasfaser direkt an den Nutzer bis 1 000 Mbit/s, also ein Gbit/s möglich. Riedel ergänzte: „Wir werden auf Wunsch Glasfaseranschlüsse auch in den Wohngebieten ermöglichen. Wer entlang der Trassenführung sein zu versorgendes Objekt hat, kann relativ einfach seinen Glasfaseranschluss erhalten.“

Bürgermeisterin Steffi Trittel unterstrich während des Termins die Bedeutung schneller Internetverbindungen in ihrer Gemeinde: „Wirtschaft, Bildungseinrichtungen, Verwaltung und Bürger brauchen im digitalen Zeitalter schnelle, verlässliche Datenleitungen. Das ist ein Standortvorteil für die Ansiedlung von Unternehmen und Menschen. Auch neue Berufsfelder können so entstehen, gerade für junge Menschen – Mütter und Väter, die von zu Hause aus arbeiten wollen.“