Calvörde l Im Rahmen der Flurbereinigung wurde 2017 die Weingartenstraße als ländlicher Weg mit Fördermittel vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), mit der Verwendung der Eigenmittel aus der Gemeinde Calvörde und der beteiligten Landwirtschaftsbetriebe – die Hauptnutzer in diesem Bereich sind – ausgebaut.

Der Ausbau des Weges erfolgte bis zur Sponstegbrücke. Die Brücke ist seit vielen Jahren in einem überaus schlechten Zustand. „Eine dauerhafte Nutzung mit den entsprechenden Fahrzeugen, die heute üblich sind, ist nicht erlaubt. Wenn es nicht zu einer Sackgasse führen soll, ist die Erneuerung der Sponstegbrücke erforderlich“, erklärte Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) bei der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Calvörde am Mittwoch.

Brücke in schlechtem Zustand

Dazu wurde ebenfalls – nach den Ausführungen des Bürgermeisters – von der Teilnehmergemeinschaft, zu der auch die Landwirte der Region gehören, ein Förderantrag beim ALFF gestellt. Es liegt inzwischen ein Zuwendungsbescheid für die Sponstegbrücke vor. „Die Eigenmittel in Höhe von 10 Prozent müssen von uns nachgewiesen werden. 90 Prozent werden gefördert“, zählte Schliephake auf.

Der Gemeindechef wies darauf hin, dass es ein Konsolidierungskonzept gibt, in der diese investive Maßnahme nicht enthalten ist. „Wir haben in diesem Jahr die Möglichkeit, entsprechende Einsparungen und Mehrerträge zu verwenden, um diese der Teilnehmergemeinschaft zur Finanzierung der Eigenmittel zur Verfügung zu stellen“, erläuterte Schliephake.

90 Prozent Fördermittel

Volker Preetz, Mitglied im Bauausschuss und Ortsteilbeauftragter von Elsebeck, wollte wissen, ob es Vorstellungen gibt, wie dann die letzten 150 Meter, die noch nicht befestigt sind, also die Strecke bis zum Melkstand und der angrenzenden Kapstraße, hergestellt werden können. Der Bürgermeister konnte dazu noch keine konkrete Aussage machen. „Da müssten wir uns auch mit der Teilnehmergemeinschaft in Verbindung setzen. Dabei handelt es sich um einen Weg der Interessentschaft, also es ist kein gemeindeeigener Weg“, erklärte Schliephake.

Hubertus Nitzschke (UWG), Mitglied des Gemeinderates und Ortsteilbeauftragter von Berenbrock, begrüßte es, dass die marode Brücke endlich erneuert werden soll. Nitzschke wies darauf hin, dass die Äste schon auf der linken Seite flussabwärts der Verbindungsstraße zwischen der Ohrebrücke und der Brücke über den Bauerngraben in Richtung Elsebeck gewachsen sind.

Baumschnitt nötig

Die Landwirte fahren deshalb immer mehr auf den Acker. „Wir müssen darauf achten, dass die Bäume beschnitten werden, sonst haben wir von der Straße nicht viel“, sagte Nitzschke. Einig waren sich die Bauausschuss-Mitglieder, dass sie dem Gemeinderat die Empfehlung geben, dem Bauvorhaben zu zustimmen.

Dieter Schulz, Bewohner von Calvörde, möchte keine neue Brücke. Er plädierte dafür, mit dem Geld die schlechte Straße An der Ohre zu sanieren. Schliephake erklärte, dass das Projekt Flurbereinigung schon vor 15 Jahren erstellt wurde und der Zuwendungsbescheid nur für die Sponstegbrücke zu verwenden ist.