Hohenwarsleben l Viele Spaziergänger nutzen den Hohenwarsleber Feldweg entlang der Kleinen Sülze unterhalb des Galgenberges, um Erholung zu finden. Zahlreiche Hybridpappeln und Sträucher wie Hagebutte, Weißdorn und Holunder säumen den Weg und haben ihn zu dem werden lassen, was er ist. Weil auch Totholz hier liegenbleibt, hat sich hier, wie Naturfreundin Gudrun Keitel beschreibt, ein Biotop herausgebildet, das vielen Vögeln und Wildtieren eine Heimat bietet. „Allein von einem Holunderbusch können 63 Vogelarten leben“, führt sie ein Beispiel an.

Gudrun Keitel gehört zu der Bürgerinitiative Baumschutz Hohe Börde, der es daran gelegen ist, dieses Biotop zu erhalten und aufzuwerten. Darum haben einige Mitglieder aus Hohenwarsleben und Niederndodeleben am Sonnabendvormittag dem Regen getrotzt und ihre angekündigte Baumpflanzaktion durchgezogen. Bei der Auswahl der neu zu pflanzenden Bäume hatten sie sich für einheimische Arten entschieden, beispielsweise die Traubenkirsche, die Hainbuche und verschiedene Obstbäume. Die Finanzierung der Baumpflanzaktion hat die Gemeinde Hohe Börde übernommen.

Mit der Baumpflanzung liefert die Bürgerinitiative auch ein Gegenargument gegen die vor zwei Jahren geplante Fällung der Pappeln, die damals durch den Protest aufmerksamer Bürger verhindert werden konnte. Besonders in den Bruthöhlen, die in einigen Pappeln vorhanden sind, finden zum Beispiel Feldsperlinge, Wiesel oder Insekten ein Zuhause.