Stimme zur Suspendierung

Regina Blenkle, suspendierte Bürgermeisterin: „Es dürfte ein Novum in der Geschichte sein, dass eine Bürgermeisterin von ihrer Amtszeit nur 19 Monate arbeiten konnte. Ich habe immer die Finger auf die Positionen gelegt, die nicht rechtens waren. Ich wurde aus vielen Dingen herausgerissen und konnte diese nicht zu Ende bringen. Für mich ist das, was hier passiert, eine Form von Wahlbetrug. Man versucht mich mit Tricksereien von meinem Amt fernzuhalten. Ich bin ja nicht angetreten, um bestbezahlte Hausfrau Sachsen-Anhalts zu werden, sondern um etwas für die Menschen hier vor Ort zu verändern. Soll der Stadtrat doch einen Abwahlantrag stellen und die Bürger entscheiden darüber. “

Haldensleben l Seit dem 7. Juli 2015 ist vieles anders in Haldensleben, einst eine Stadt mit Vorbildcharakter. An diesem Tag trat Regina Blenkle (FUWG) ihr Amt als Bürgermeisterin an – bis zu ihrer Suspendierung 19 Monate später. Gegner werfen ihr Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch vor. Auch ortsansässige Unternehmer gehen gegen Blenkle auf die Barrikaden.

Allerdings gibt es noch immer keinen Termin für den gerichtlichen Teil des Disziplinarverfahrens. Das teilt Christoph Zieger, Sprecher des Verwaltungsgerichts Magdeburg, auf Volksstimme-Anfrage mit. Eine gerichtliche Entscheidung zur Entfernung aus dem Amt steht daher weiterhin aus.

Art von Wahlbetrug

Jetzt meldet sich die Betroffene selbst zu Wort. Die Geschehnisse seien eine Art von Wahlbetrug. Zudem sei sie nicht angetreten, um die bestbezahlte Hausfrau des Landes zu werden.