Haldensleben l Gut fünf Monate nach der Bekanntgabe des Zeitplans für den Bau der Ortsumgehung B 71 n Wedringen ist Bewegung in das Projekt gekommen. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen für das Bauvorhaben sind angelaufen.

Entlang der Bundesstraße 71 werden zwischen der Haldensleber Otto-Kreuzung und dem Abzweig nach Althaldensleben Bäume gefällt und Sträucher gerodet. Dies geschieht im Rahmen der sogenannten Baufeldberäumung.

Ausgleichspflanzungen geplant

Auch die privaten Grundstücke, die sich im Baufeld befinden, müssen angepasst werden, um für die notwendige Baufreiheit zu sorgen, erklärt Andreas Boehle von der Landesstraßenbaubehörde, der das Projekt Ortsumgehung B 71 n Wedringen betreut. Auch auf diesen Grundstücken müssen Bäume und Sträucher, die im Weg sind, weichen. Insgesamt werden rund 900 Gewächse abgeholzt. Allerdings ist eine entsprechende Wiederaufforstung gewährleistet. Diese landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen müssen noch vor Baubeginn erledigt sein.

Mit dem Beginn der Baufeldfreiräumung habe auch der Zeitplan für den Bau der Ortsumgehung weiter Bestand, versichert Boehle. So stehe als nächstes die Umverlegung einer Gasleitung im Bereich zwischen der Jakob-Uffrecht-Straße und der Beberbrücke an der B 71 an, sagt er. „Darüber führen wir derzeit Verhandlungen mit den Stadtwerken Haldensleben als Eigentümer der Leitung.“ Gespräche mit weiteren Versorgungsträgern wegen der Umverlegungen von Ver- und Entsorgungsleitungen seien in Planung, ergänzt Andreas Boehle.

Er rechnet damit, dass mit dem Neubau der Beberbrücke schon im Sommer begonnen werden kann. Insgesamt entstehen im Zuge der B 71 n sieben neue Brückenbauwerke.

Künftig vierspurig aus Haldensleben raus

Notwendig sind die Fällarbeiten entlang der B 71, weil als erste Maßnahme des Gesamtvorhabens der 1,1 Kilometer lange Abschnitt von der Otto-Kreuzung in Haldensleben bis zur Beberbrücke vor Wedringen vierspurig ausgebaut werden soll. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die Brücke über die ehemalige „Kanonenbahn“ zurückgebaut, so dass die neue Strecke plangleich entstehen kann. Für diesen Ausbau ist auch der Bau einer temporären Straße vorgesehen, die den Verkehr an der Baustelle vorbeiführen soll. Die Bauarbeiten dafür sollen im 2. Quartal 2018 beginnen.

Ein Jahr später soll der Neubau der eigentliche Umgehung starten. Die Trasse wird hinter der Beber nach Süden schwenken, mit einer Brücke die Kreisstraße nach Althaldensleben überqueren, dann nach Westen verschwenken und parallel zur Eisenbahnstrecke Magdeburg-Haldensleben und zum Mittellandkanal verlaufen. Dabei wird die Straße unter dem Wirtschaftsweg, der direkt an die Straße Zum Kanal anschließt, entlang geführt.

46 Millionen Euro Kosten geplant

Die Wiederanbindung an die bestehende B 71 soll in Höhe des wilden Feldküchen-Parkplatzes zwischen Wedringen und Vahldorf erfolgen. Der Neubau wird dreispurig erfolgen, so dass zwischen den Knotenpunkten Althaldensleben und Vahldorf die Möglichkeit des wechselseitigen Überholens besteht.

Bleibt es bei dem Zeitplan, dann ist die Verkehrsfreigabe der B 71 n für den Juni 2021 vorgesehen. Gut 46 Millionen sollen in den Neubau der gesamten Ortsumgehung investiert werden.