Haldensleben l Vorbei ist die Zeit der bunten, selbstgenähten Alltagsmasken. Seit gestern müssen in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln OP- oder FFP2 Masken getragen werden. Bei einem Spaziergang in der Mittagspause zeigt sich: Die Haldensleber haben den „Wechsel“ schon vollzogen und in der Hagenstraße sind viele zu sehen, die die blauen oder weißen Masken bei sich haben.

Ein paar Tage früher bemerkte Heidemarie Maaß, die Filialleiterin des Edeka Centers am Gänseanger, die Umstellung: „Bei uns sind schon am Donnerstag und Freitag viele mit einer FFP2-Maske einkaufen gegangen.“ Der Großteil der Kunden habe sich mit dieser Veränderung schon gut arrangiert. „Teilweise waren aber noch ein paar Hinweise notwendig“, erklärt Maaß. Gerade bei Kindern hätte es da Unsicherheiten gegeben. „Ab 7 Jahren müssen sie auch so eine Maske tragen, aber das wussten viele nicht“, so die Filialleiterin. Der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bestätigt, dass sich die Kunden an die neue Maskenverordnung gehalten hätten. „Bis auf zwei oder drei. Alles gut“, meint er.

Nachfrage ist groß

Bei den Apotheken war und ist die Nachfrage noch immer da. Rabea Neubauer, die Inhaberin der Ohre Apotheke beim Kaufland, sagt: „Der Andrang war sehr groß.“ Dieses Mal habe es eine schnelle Lieferung gegeben und es seien noch immer genügend Masken da. „Verstärkt werden definitiv die FFP2-Masken gekauft“, stellt sie fest. Diese kosten bei ihr 2,95 Euro. Die OP-Masken kosten einen Euro und gibt es in einem 10er-Pack. Ähnliches kann Alfred Schmidt von der Roland Apotheke berichten: „Die Menschen haben die Debatte mitverfolgt und sich dann welche gekauft oder ihre Coupons eingelöst.“ In der Rolandapotheke ist die FFP2-Maske für 1,48 Euro etwas günstiger, die OP-Masken sind für je 1,16 Euro im 50er Pack etwas teurer.

In den Bussen und Zügen müssen Fahrgäste nun ebenfalls die speziellen Masken tragen. Dorita Erdmann vom Unternehmen Börde Bus sagt: „Grundsätzlich sind wir dazu verpflichtet diese Regelung durchzusetzen. Aber die ersten Tage werden wir jetzt noch etwas Kulanz zeigen.“ Es bestehe außerdem die Überlegung selbst ein paar der Masken für den Notfall zu kaufen. „Für die Schülerbeförderung hatten wir gelbe Papiermasken. Die waren wirklich nur für eine Busfahrt, aber wir konnten so sicherstellen, dass wirklich alle Kinder mitfahren konnten“, so Erdmann. Bisher habe man bei allen Fahrgästen eine sehr hohe Disziplin beim Tragen der Masken erlebt.