Klinze l Gerade mal um die 130 Einwohner wohnen und leben in Klinze, aber bekannt ist das kleine Dorf in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, das zusammen mit Ribbensdorf und Siestedt einen Ort bildet, nicht zuletzt durch seine Internetpräsenz mit dem „Klinzer Alpen-Kurier“. Dessen Macher Jens Richter ist ein scharfer Beobachter und findet immer wieder Nachrichten zum Veröffentlichen.

Er, der auch im Ortschaftsrat sitzt, und Ortsbürgermeisterin Kerstin Dörfel haben nun in diesen schwierigen Zeiten bezüglich des Kampfes gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Idee eines Ribbensdorfer Ortschaftsrates aufgegriffen und eine WhatsApp(WA)-Gruppe „Klinzer für Klinzer“ ins Leben gerufen.

„Aufgrund der angespannten Lage, wir alle kennen die Verordnungen, die es im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt, möchten wir eine Gelegenheit erschaffen, welche es möglich macht, sich untereinander zu helfen“, meinen die WA-Gründer.

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Schnell könnte er eine oder andere in eine Notlage geraten. Sei es durch eine angeordnete Quarantäne, eine Krankheit... was auch immer. Man weiß dann einfach nicht, an wen man sich wenden kann. Hier würde dann die WA-Gruppe Klinzer für Klinzer ins Spiel kommen. Man könnte für den anderen Einkäufe erledigen, mit dem Hund Gassi gehen, alles mögliche tun, wenn man mag und kann. Ältere Menschen, die in diesen Zeiten nicht gern vor die Tür gehen, sogenannte Risikogruppen und direkt Betroffene von der Erkrankung können Hilfe und Unterstützung finden.

Hinter der Idee steckt der Gedanke, dass jeder mal Hilfe gebrauchen kann. Gerade jetzt, wo das Einkaufen mit zahlreichen Auflagen verbunden ist, man mit ein Einkaufswagen schon vor dem Eingang auf Abstand bedacht warten muss, bündeln sich Kräfte am besten. Statt mit einem Einkaufszettel geht man halt mit zweien oder dreien. Besonders, wenn nur mal ein, zwei Kleinigkeiten fehlen, lässt sich so eine zusätzliche Fahrt zum Discounter vermeiden und die Kontaktsperre besser einhalten. Auch kleine Gesten zum Mutmachen oder Motivieren können in diesen schwierigen Zeiten, wo viele allein daheim sitzen, durchaus zum Gruppenchat dazugehören.

„Lasst uns auf diese Weise zusammenrücken, denen, die Hilfe benötigen, helfen“, sagen die Schöpfer der Gruppe.

Es soll keine Bestimmer geben, über deren Tisch alles laufen soll. Untereinander kann man vieles viel direkter und ungezwungener regeln.

Jeder Klinzer, der sich einbringen will, ist herzlich willkommen und kann der Gruppe beitreten. Jeder kann auch gern weitere Klinzer zur Gruppe hinzufügen.

Eine Bitte der WA-Gründer gibt es aber noch „Jeder sollte mit seinem richtigen Namen beitreten, um die Kommunikation zu erleichtern.“ Niemand werde zu irgendwas verpflichtet, wer die Gruppe wieder verlassen möchte, könne das ganz unkompliziert selbst in die Wege leiten. Aber nur mit den richtigen Namen lasse sich das Vorhaben der schnellen Hilfe effektiv händeln.