Haldensleben l Nachdem bereits in Hadmersleben das erste Fieberzentrum der Börde eingerichtet wurde, hat der Landkreis gestern ebenfalls ein Testzentrum in Haldensleben eingerichtet. Dort sollen unter Beachtung aller hygienischer und rechtlicher Vorschriften Tests an Verdachtspersonen für das Covid-19-Virus durchgeführt werden.

Die Koordination des Testzentrums übernimmt das Gesundheitsamt des Landkreises. Es wird dringlich darauf hingewiesen, dass nur Personen mit Termin Zugang zu dem Zentrum erhalten. Diese werden vom Gesundheitsamt vergeben und müssen über die Rufnummer der Hotline 03904/72 40 16 60 täglich von 8 bis 18 Uhr vereinbart werden.

Im Testzentrumselbst, das im Ameos Klinikum eingerichtet wurde, werden Mitarbeiter des Gesundheitsamtes als auch medizinische Fachkräfte des Klinikums arbeiten. Das bestätigte Ameos-Pressesprecherin Yvonne Eichelmann gestern.

Um auf das Coronavirus getestet zu werden, müssen Betroffene bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese bestehen zum einen, wenn die betroffene Person innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebiet waren und Erkältungssymptome, Fieber oder plötzlich ein schlechtes Allgemeinbefinden haben. Zum anderen sind die Voraussetzungen für einen Test gegeben, wenn die Person Kontakt zu einem positiv bestätigten Fall einer Coronavirus-Erkrankung hatte und die oben beschriebenen Symptome zeigt.

„Als Kooperationspartner haben wir mit dem Ameos Klinikum und mit der Kassenärztlichen Vereinigung kurzfristig die Entscheidung getroffen, ein Corona-Testzentrum einzurichten“, sagte Landrat Martin Stichnoth. „Für die konstruktive und unkomplizierte Herangehensweise danke ich den Partnern, insbesondere dem Ärztlichen Direktor des Ameos Klinikums Dr. med. Wieland K. Schulze und dem Krankenhausdirektor David Kayser.“

Angesichts steigender Corona-Fälle sollen Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt die Intensiv-Kapazitäten erhöhen. Das Ameos Klinikum Haldensleben hält laut Yvonne Eichelmann regulär zehn Beatmungsplätze auf der Intensivstation vor. Eine Ausweitung der technischen Kapazitäten sei grundsätzlich möglich. Bei einem erhöhten Bedarf wäre der Einsatz von geschultem Personal aus anderen Bereichen, wie zum Beispiel OP oder Aufwachraum auf der Intensivstation umsetzbar. Um dahingehend flexibel zu bleiben, werden kurzfristig auch weitere Mitarbeiter aus Pflegedienst und Ärztlichem Dienst auf die Beatmungsplätze geschult.

Zu Versorgungsengpässen sei es aktuell noch nicht gekommen. Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung, so die Pressesprecherin.