Haldensleben l Positive Nachrichten zum Jahresende 2017: Die Stadt Haldensleben hat wieder fast so viele Einwohner wie Ende 2015. Ein leichter Rückgang der Zahl im Jahr 2016 konnte im Verlauf von 2017 wieder kompensiert werden. Zum Ende des Jahres 2017 haben in der Kreisstadt und ihren Ortsteilen 19.857 Männer, Frauen und Kinder gelebt. Zwölf Monate zuvor waren es nur 19.739. Ende 2015 hatte Haldensleben noch 19.875 Einwohner.

Allerdings ist die positive Entwicklung nicht dem demografischen Wandel zu verdanken. Denn dessen Trend hält weiter an – die Zahl der Geburten kann die der Sterbefälle bei weitem nicht ausgleichen. Auch nicht in Haldensleben: 156 Geburten stehen im vergangenen Jahr 305 Sterbefällen gegenüber.

Plus kommt durch Zuwanderung

Deutlich positiver stellt sich der Wanderungssaldo dar. Zwar hat das Einwohnermeldeamt im Laufe des vergangenen Jahres den Wegzug von 915 Personen registriert. Dem allerdings steht ein Zuzug von 1182 Personen gegenüber – ein Plus von 267. Den Hauptanteil daran haben ausländische Neu-Haldensleber: Ihre Zahl ist von 920 (Ende 2016) auf nun 1208 gestiegen. Davon sind 773 männlich und 435 weiblich.

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Bei den 18.649 Deutschen, die in Haldensleben und den Ortsteilen leben, ist das Verhältnis genau umgekehrt: 9143 männliche und 9506 weibliche Personen sind hier gemeldet. Zudem hat die Stadt in 2017 mehr männliche als weibliche deutsche Einwohner verloren.

Die Kernstadt selbst hat im Lauf des vergangenen Jahres insgesamt 100 Bewohner dazugewinnen können. 138 Geburten stehen 269 Sterbefälle gegenüber, 1117 Zuzügen 888 Wegzügen. 16.631 Männer, Frauen und Kinder haben Ende 2017 hier gelebt. Davon sind 8270 männlich und 8361 weiblich.

Mehr Sterbefälle als Geburten

Gemessen an der Einwohnerzahl ist Hundisburg der größte Ortsteil von Haldensleben. 897 Personen sind Ende des vergangenen Jahres hier gemeldet, was einen Zuwachs von 22 Personen entspricht. 55 Neu-Hundisburger konnten begrüßt werden, 29 dagegen haben den Ortsteil verlassen. Für Hundisburg sind 2017 genau 4 Geburten und 8 Sterbefälle registriert worden. 458 Einwohner sind männlich, 439 weiblich.

Auch in Süplingen, mit 739 Einwohnern zweitgrößter Ortsteil, gibt es mehr Männer (380) als Frauen (359). Hier allerdings ist die Einwohnerzahl rückläufig, im Laufe des Jahres 2017 hat der Ort 3 männliche und 12 weibliche Bewohner verloren. 3 Mal hat sich in Süplingen Nachwuchs eingestellt, 10 Todesfälle waren zu beklagen. Darüber haben mit 42 Personen 8 mehr den Ort verlassen als hinzugekommen sind.

Wedringen hat vergangenes Jahr 18 Neubürger hinzugewonnen, die Einwohnerzahl liegt zum Jahresende bei 566. Es hat 2 Geburten und 5 Sterbefälle gegeben. Nach Wedringen hat es 56 Personen gezogen, 35 haben das Dorf verlassen. Mit 286 liegt die Zahl der Wedringer nur knapp über der der Wedringerinnen (280).

Differenziertes Bild bei Ortsteilen

Eine negative Einwohnerentwicklung hat es in Uthmöden gegeben. 22 Einwohner hat der Ortsteil im Jahr 2017 verloren, ihre Gesamtzahl ist damit auf 446 gesunken. Zwar stehen den 8 Sterbefällen immerhin 6 Geburten gegenüber, doch 33 Uthmödener sind weggezogen, während nur 13 hier ein neues Zuhause gefunden haben. Auch in Uthmöden liegt der Anteil der männlichen Einwohner mit 233 über dem der weiblichen (213).

Von der Bevölkerung ähnlich groß wie Uthmöden ist der Nachbarort Satuelle mit seinen 411 Einwohnern zum Ende des vergangenen Jahres gewesen. Damit hatte der Haldensleber Ortsteil genau 11 Bewohner mehr als noch vor Jahresfrist. Zwar haben auch hier die Sterbefälle (4) gegenüber den Geburten (1) überwogen, doch immerhin sind 22 Personen nach Satuelle gezogen, während es 8 verlassen haben. Auch hat Satuelle mehr weibliche (209) als männliche (202) Bewohner.

Uthmöden verliert Einwohner

Bodendorf hat Ende 2017 genau 144 Bewohner gehabt, 2 mehr als zum Jahresanfang. Und das sind genau die beiden Neugeborenen des vergangenen Jahres. Im Süplinger Ortsteil hat es keinen Sterbefall gegeben, und mit jeweils 3 haben sich sowohl Zu- als auch Wegzüge die Waage gehalten. Von den 144 Einwohnern sind 75 männlich und 69 weiblich.

In den ganz kleinen Ortsteilen hat sich so gut wie gar nichts verändert. Hütten hat weiterhin 12 Bewohner, hier gab es einen Sterbefall und einen Neu-Zuzug. Neuglüsig hat per Zuzug eine Bewohnerin hinzugewinnen können, dort leben jetzt 5 Männer und 4 Frauen. Und nach wie vor liegt die Einwohnerzahl von Lübberitz konstant bei einem Mann und einer Frau.

„Es ist sehr erfreulich, dass die Zahl der Zugezogenen erneut höher ist, als die Zahl der Weggezogenen“, sagt Haldenslebens stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler angesichts der Entwicklung der Einwohnerzahl für Haldensleben. „Dass die Zuwanderung dabei die Auswirkungen des demografischen Wandels kompensieren konnte und darüber hinaus für ein Bevölkerungsplus sorgte, ist eine besonders gute Nachricht. An alle Neubürger an dieser Stelle ein ‚Herzlich Willkommen‘.“