Freigabe

Der Verkehr rollt wieder über die neue Gittelbrücke in Walbeck

Von Carina Bosse
Bauleiter Martin Ellerhausen trifft letzte Absprachen zur Beschilderung der neuen Gittelbrücke über die Aller bei Walbeck. Foto: Carina Bosse

Walbeck

Während seit Freitag der Verkehr zum und vom Schwarzen Weg über die neu gebaute Gittelbrücke über die Aller rollt, wurde die Landesstraße 20 - der Zubringer zum Schwarzen Weg - am 3. Mai 2021 für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Die Zufahrt ist damit voraussichtlich bis Ende August 2021 nur noch aus Richtung Walbeck möglich. Beide Baumaßnahmen wurden so abgestimmt, dass die Zufahrt zu den Gewerbeanliegern und privaten Grundstücken am Schwarzen Weg stets gewährleistet sein kann.

Im Zuge des Brückenneubaus sind noch einige Restarbeiten bei laufendem Verkehr auszuführen, und auf der Landesstraße 20 geht es rund sieben Meter in die Tiefe, um den felsigen Untergrund zu verdichten und die Fahrbahn neu aufzubauen, da sie auf einer Länge von rund 80 Metern gerissen war. Das Land nimmt für die Sanierungsmaßnahme rund 300.000 Euro in die Hand, informierte Landes-Verkehrsminister Thomas Webel. Durch Bewegungen im felsigen Untergrund besteht die Gefahr, dass die Fahrbahn und Teile der Böschung beschädigt werden. Um das zu vermeiden, muss hier ein rund 80 Meter langer Streckenabschnitt mit einer sogenannten Bewehrten Erdkonstruktion in gleicher Stärke neu befestigt werden.

Brücke ist ein Schmuckstück geworden

Die neue Gittelbrücke über die Aller ist ein Schmuckstück geworden, ein Hingucker, und das, obwohl die Arbeiten sich aufgrund des vorhandenen komplizierten Untergrundes schwierig gestalteten. Spezielle Pfahlgründungen mussten für den Neubau erfolgen. Die Fahrbahnmarkierung stand witterungsbedingt zur Freigabe noch aus, wird aber seitens der Bauverantwortlichen noch für diese Woche geplant.

Auch die Ausschilderung wurde gemäß einer Forderung des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Börde dem neuen Brücken- und Straßenverlauf angepasst.

Im Abschnitt der Brücke gilt Tempo 30, vorher war hier nur 10 Kilometer/Stunde erlaubt, ein gemeinsames Befahren der alten Brücke war nicht möglich, die Fahrzeuge mussten bei Gegenverkehr häufig warten. „Die alte Brücke wird erstmal bleiben“, sagt Ingolf Kollmeyer vom Bauamt der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen. Ihre Begehbarkeit und Befahrbarkeit wird jedoch durch Absperrungen unterbunden, denn sie soll nicht mehr genutzt werden. Die im Zuge des Neubaus der Brücke erfolgte Aufweitung des Einfahrbereiche von der Landesstraße 20 in den Schwarzen Weg zu Bauzwecken wird zurückgebaut.

Durchlassrohr muss noch gesetzt werden

In den Nebenanlagen muss noch ein Durchlassrohr gesetzt werden. Ansonsten können Fahrzeuge mit einem leichten Schlenker zum bisherigen Fahrbahnverlauf ungehindert die neue Brücke befahren.

Im Zuge der Straßensanierung gilt eine weiträumige Umleitung. Sie führt bereits von der Bundesstraße 1 (Morsleben-Alleringersleben) zunächst bis zur Kreuzung mit der Kreisstraße 1146. Von hier geht es weiter über den Kreisverkehr mit der K 1148 nach Hörsingen, hier auf die L 42 nach Eschenrode und schließlich nach Weferlingen beziehungsweise umgekehrt in der Gegenrichtung.