Kita-Abschied

Die Etinger Mühlenstrolche sagen: Tschüss Kindergarten, guten Tag Schule

Mit einem Ausflug in Neptuns Reich und einer Traktortour in den Drömling sagen die Etinger Schulanfänger ihrer Kindergartenzeit Tschüss.

Von Carina Bosse 03.08.2021, 16:44
Fünf Mädchen und zwei Jungen verlassen in diesen Tagen den Etinger Kindergarten. Nach den Sommerferien werden sie die Grundschule besuchen. Mit einem Fest wurden sie verabschiedet.
Fünf Mädchen und zwei Jungen verlassen in diesen Tagen den Etinger Kindergarten. Nach den Sommerferien werden sie die Grundschule besuchen. Mit einem Fest wurden sie verabschiedet. Foto: Sarah Peist

Etingen - Bei den Etinger „Mühlenstrolchen“ wurde die wehmütige Abschiedsstimmung für die sieben Schulanfänger in ein lustiges maritimes Fest mit dem Meeresgott Neptun und seinen Untertanen umgewandelt.

Alle Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte (Kita) feierten unter dem Motto „Neptun und die Meeresbewohner“. Im Vorfeld wurde von den Kindern und Erzieherinnen fleißig gebastelt, so dass der Kindergarten sich in eine schillernde Unterwasserwelt verwandelte. Bunte Fische aus Papptellern, Meerjungfrauen aus Eierpappen und Seetang aus Krepppapier schmückten den Eingangsbereich und den Außenbereich der Einrichtung. Nach einem leckeren Frühstück, gesponsert von den Eltern, wurde es ernst. Der „Meeresparcours“ war soweit vorbereitet worden, dass er absolviert werden konnte.

Alle Kinder stellten in verschiedenen Disziplinen ihr Können unter Beweis. Darunter befanden sich Stationen wie Büchsenschießen mit der Wasserpistole, Balancieren auf einer Holzbohle über dem Haifischbecken oder Seepferdchen-Rennen. Am Ende des Parcours warteten „Neptun“ und seine Meerjungfrau, um die feierliche Taufe vorzunehmen. Mit einem Dreizack und einer Sprühflasche bewaffnet, taufte er seine neuen „Untertanen“ und vergab lustige Meeresnamen.

Für jedes Kind wurde ausgehend von seinen Vorlieben und Charaktereigenschaften ein individueller Name ausgesucht, zum Beispiel Hungriger Hummer, Mutige Meerjungfrau, Kuscheliger Seeigel oder Schillernde Schildkröte. Um diesen besonderen Moment festzuhalten, erhielt jedes Kind eine Taufurkunde. „Voller Spaß und Heiterkeit konnte das Kitajahr beendet werden“, fasste Erzieherin Sarah Peist den Vormittag zusammen.

Ein Fest folgt auf das andere

Doch wer nun denkt, damit sei der Tag zu Ende gewesen, der irrt. Denn: Nach dem Abschlussfest war für den Nachmittag noch das Abschiedsfest für die Schulanfänger geplant. Für Ida Mally, Joris Wellmann, Marte Wellmann, Elias Scharf, Lea Dube, Aria Hoffmann und Luise Keek war es nämlich zugleich der letzte Kindergartentag, bevor im kommenden Monat die Einschulung bevorsteht. Die sieben angehenden Schulkinder trafen sich zunächst allein an der Kita, um auf einem Anhänger, gezogen von einem Traktor, durch den Drömling zu fahren.

Im Anschluss konnte mit den Eltern und dem Team der Kita mit Anni Krüger, Sarah Peist und Nancy Frenzel das Abschiedsfest starten. Nach einem Programm, das die Kinder selbst vorbereitet hatten, wurden ihnen ihre Schultüten überreicht. Voller Stolz nahmen die Abc-Schützen diese entgegen und freuten sich über die Überraschung. Doch nicht nur die Kinder wurden beschenkt, auch der Betreuungseinrichtung wurde ein besonderes Andenken überreicht. Eine Holzbank, gezimmert aus Paletten und mit der Inschrift „wir wandern aus“ versehen, schmückt nun den Spielplatz der Einrichtung - als Erinnerung an die sieben Mühlenstrolche, die 2021 die Kita in Richtung Grundschule verließen.

Beim Grillen blicken alle noch einmal auf die vergangenen Jahre. Einige Programmpunkte warteten da noch auf die Kinder, darunter Edelsteine sieben, Schultüten bemalen und Glitzer-Tattoos kleben.

Bevor die Kinder zum Ende der Veranstaltung traditionell von den Erzieherinnen „herausgefegt“ wurden, gab es noch einen Höhepunkt: Mit ihren Eltern ließen die Kinder Heliumballons mit Wünschen für die bevorstehende Schulzeit in den Himmel steigen. Damit ging ein emotionaler und wunderschöner Abend zu Ende. „Wir wünschen den Schulanfängern alles Gute für den Start in den neuen Lebensabschnitt und werden sie vermissen“, gestand Sarah Peist.