Festival

Die Kleinkunst kommt nach Haldensleben

Die Kultur kehrt zurück nach Haldensleben. In kleinen Schritten und mit weniger Einschränkungen durch die abflautende Corona-Pandemie wird die Kultur wiederbelebt. Den Anfang macht am kommenden Sonnabend die zweite Auflage des Haldensleber Kleinkunstfestivals.

Von Theresa Schiffl
Hoch hinaus geht es bei dem Vertical Theater mit dem schwingenden Mast.
Hoch hinaus geht es bei dem Vertical Theater mit dem schwingenden Mast. Foto: Joanna Chorny

Haldensleben - Nach eineinhalb Jahren fast ohne Veranstaltungen und Feste geht es nun in Haldensleben wieder los: Mit dem Kleinkunstfest am Sonnabend, 3. Juli 2021, erwacht die Kultur- und Kunstszene in Haldensleben aus einem viel zu langen Winterschlaf.

Dass sich Astrid Seifert, die Abteilungsleiterin Kultur der Stadt Haldensleben, riesig freut, ist ihr eindeutig anzumerken. Neben etwas Aufregung ist da aber auch Erleichterung zu spüren. Zum Einen, weil mit Einschränkungen und in kleinen Schritten wieder Veranstaltungen möglich sind und zum anderen, dass die Planung für das Kleinkunstfest abgeschlossen ist. Nun hofft sie nur noch auf tolles, sonniges Wetter.

„Die Organisation war sehr aufwendig und auch nervenaufreibend“, erzählt sie rückblickend. Es sei viel Umdenken notwendig gewesen. Ein wichtiger Punkt bei der Planung waren beispielsweise die Veranstaltungsorte. Die Vorstellungen finden nun an vier verschiedenen Plätzen in der Innenstadt statt: im weißen Garten in der Bülstringer Straße, auf der Bühne am Hagenhof, am Hagentorplatz sowie auf dem Alten Friedhof.

Die Bereiche müssten mit Blick auf die Besucherzahlen entsprechend abgesperrt werden. Auch ein Sicherheitsdienst sowie eine Einlasskontrolle waren nicht zu verhindern, berichtet Astrid Seifert.

Keine Testpflicht

Verzichtet werden konnte ebenfalls nicht auf die Erfassung von Kontaktdaten, die entweder auf Papier oder mit der Luca-App erfolgen kann. Ein weiterer Wermutstropfen: An allen Veranstaltungsflächen müssen sich die Besucher wieder neu anmelden. Wie Astrid Seifert am Montag jedoch mitteilte entfällt die Testpflicht. Dies ist durch die vierte Rechtsverordnung des Landkreises Börde geregelt. Aufgrund der Sieben-Tage-Inzidenz, die an zehn aufeinanderfolgenden Tagen unter 35 lag, ist kein negativer Test Einlassvoraussetzung. „Dieses Jahr ist die Veranstaltung leider nicht so offen wie sonst.“ Kostenlos sei sie trotzdem.

Trotz dieser zwar umständlichen und vielleicht auch nervigen Regeln ist beim Kleinkunstfest einiges an Shows, Vorstellungen und Workshops geboten. Im Flyer, der online verfügbar ist, aber auch an vielen Stellen gedruckt ausliegt, ist zu lesen: „Geboten wird ein fröhliches, manchmal skurriles und immer überraschendes Programm. Die Bandbreite reicht von Akrobatik bis zum Improtheater, von handgemachter Straßenmusik bis hin zu Clownerie.“

Kulinarische Köstlichkeiten wie Crêpes, die auf eine etwas andere Art zubereitet und serviert werden, dürfen bei so einem Fest ebenfalls nicht fehlen. „Am alten Friedhof werden wir Picknick-Decken auslegen und Bistro-Stühle aufstellen. Natürlich alles in einem entsprechenden Abstand“, so die Abteilungsleiterin.