Wegebau

Direkter Weg ins Haldensleber Zentrum

Der Weg zwischen Haldensleber Innenstadt und neuem Landratsamt wurde am Freitag freigegeben. Er hat 178.000 Euro gekostet.

Von André Ziegenmeyer

Haldensleben l „Wir sind stolz, dass wir diese Verbindung schaffen konnten. Auf diese Weise haben die Haldensleber Bürger die Möglichkeit, das Landratsamt auf kurzem Wege zu erreichen“, erklärte Sabine Wendler kurz vor der Freigabe.

Der neue Weg ist 77 Meter lang. Er reicht von einem Durchgang in der Stadtmauer nahe des Stendaler Torturms zum Landratsamt. Eine fünf Meter lange Holzbrücke führt dabei über einen Graben hinweg. Wie Sabine Wendler ergänzte, soll der Weg auch neue Impulse für das Zentrum bringen. Sie bedankte sich darüber hinaus bei den Vertretern der beteiligten Baufirmen.

Landrat Hans Walker betonte, dass durch den Weg und die Nebenanlagen auch der Eingang zum Zentrum aufgewertet werde: „Der Neubau und die angrenzende Altstadt bilden eine gute Symbiose.“

Bei der Einweihung waren mehrere Vertreter des Haldensleber Stadtrates und die Vorsitzende des Bauausschusses Anja Reinke („Die Fraktion“) zugeben. Nicht zuletzt nahmen zahlreiche Innenstadt-Händler teil. Sie hoffen darauf, die Landkreis-Mitarbeiter künftig möglichst oft begrüßen zu können. Unter dem Motto „Wir lassen unsere Kunden nicht im Regen stehen“ hatten sie Schirme dabei. Auf diesen sind jeweils das Logo der Stadt sowie das Logo eines Geschäftes zu sehen.

Wie Kathrein Schätzing als Vertreterin der Zentrumshändler erklärte, hätten sich auch die Stadt sowie Vereine an der Finanzierung der Schirme beteiligt. Darüber hinaus habe es Unterstützung durch die Firma Consilium gegeben, die in Haldensleben das sogenannte Zentrumstraining durchführt.

Die Arbeiten am neuen Weg hatten Mitte September begonnen. Er ist 2,50 Meter breit. Der größte Teil ist mit Granit gepflastert. Zwischen der Brücke und der Stadtmauer gibt es eine „ungebundene Deckschicht“. In Vorbereitung auf die Bauarbeiten waren einige geschädigte Eschen gefällt worden. Als Ersatz wurden neue Bäume gepflanzt. Für die Beleuchtung sorgen drei Laternen mit moderner LED-Technik. Nicht zuletzt findet sich am Weg eine Tafel des neu gestalteten Natur-erlebnispfades. Zur Verschönerung wurden rund 200 Bodendecker gepflanzt. Als Letztes fehlt nur noch die Rasensaat. Diese soll im Frühjahr erfolgen, sobald die Witterung es zulässt.

Die Gesamtkosten lagen bei rund 178.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt Haldensleben beträgt laut Andreas Radeck von der Abteilung Kommunikation 59.334 Euro. Im Rahmen des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ sei das Projekt darüber hinaus vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert worden.