Eickendorf l Die Eickendorfer beenden den Sommer traditionell mit einem Dorffest. Der Spaß stand beim Löschangriff im Mittelpunkt. Dazu wurden eigene und ganz besondere Regeln aufgestellt.

Mit Frauenpower gingen die Damen aus Eickendorf an den Start des Löschangriffes. Erst im Sommer waren die Eickendorferinnen bei einigen Wettkämpfen in der Region auf Erfolgskurs. Beim Wettkampf um den Rotdornpokal in Klüden holten sich die Frauen mit 36,47 Sekunden den ersten Platz und damit die Siegertrophäe, die mit Sekt gefüllt wurde. Markus Schwab hatte die Damen in der Kunst des Löschangriffs trainiert und dabei sichtbar gute Arbeit geleistet. Beim Spaßwettbewerb auf heimischen Boden legten die Dorfschönheiten eine sehr gute Zeit vor. Plötzlich kam eine kräftige Windböe und nahm das Festzelt mit. Es flog über die Straße direkt in Nachbars Garten. Niemand kam zu schaden. Vorsichtshalber wurde das Zelt in der Höhe gekürzt.

Die Party ging weiter. Dann waren die älteren Herren dran. Die Zuschauerinnen brachten die Männer etwas durcheinander und fragten: „Hey, ihr wolltet doch im String-Tanga starten?“ Eickendorfs Ortsbürgermeister Udo Cherubim entgegnete: „Lange Hosen sind Pflicht. Das muss aus Sicherheitsgründen so sein.“ Voll konzentriert legten sich die alten „Feuerwehrhasen“ ins Zeug. Doch dann sprudelte das Wasser aus einem der Verteiler. Zeit verstrich, bis dieser wieder verschlossen war. „Das waren die Mädels. Die haben uns abgelenkt, einen Streich gespielt und die Technik manipuliert“, waren sich die Herren sicher.

Bilder

Die Frauen widersprachen mit Unschuldsblicken und wiesen jeden Verdacht von sich. „Wir Frauen sind eben besser, weil wir viel öfter trainieren“, erklärten die „brandheißen Ladys“. Die Herren wussten es besser: „Ihr seid so gut, weil wir euch gezeigt haben, wie es funktioniert.“ Die Mädchen gestanden: „Ja, die Jungs unterstützen uns immer.“

Sieg für die Männer

Am Ende siegten in Eickendorf die jungen Männer. Mit dem Vizemeistertitel dürfen sich die Damen schmücken, dicht gefolgt von den alten Herren. Nur wenige Sekunden lagen zwischen den drei Erstplatzierten.

„Ihr hattet einfach zu viel an“, bemängelten die Frauen auf den Zuschauerbänken. „Die sexy Unterwäsche haben wir drunter“, verrieten die Männer und machten den Zuschauerinnen Hoffnung, dass es vielleicht beim Tanz zum Abendprogramm im Saal mehr zu sehen gibt. „Der Spaß an der Gemeinschaft ist das Wichtigste“, bestätigte auch Ortswehrleiter Enrico Engelke.

Danach stärkten sich alt und jung mit selbstgebackenem Kuchen an der Kaffeetafel. Ein Dankeschön ging an alle Kuchenbäckerinnen. Spielspaß, Toben und Basteln standen für die Kinder auf dem Programm. Am anderen Morgen frühstückten die Eickendorfer und ihre Gäste, bevor es dann zum gemeinsamen Aufräumen ging.