Mannhausen l Immer am ersten Augustwochenende geht es in Mannhausen beim Wettkampf um den Drömlingspokal heiß her. Das Besondere war, dass mit dem Wettbewerb zusätzlich auch die Meisterschaft des Kreisfeuerwehrverbandes Ohrekreis ausgetragen und auch noch die Festtage der Gemeinde Calvörde gefeiert wurden. „Ich möchte mich für die disziplinierte Anreise bedanken. Das hat wunderbar geklappt. Der Umzug bot zum 85-jährigen Bestehen der Wehr ein imposantes Bild“, freute sich Mannhausens Wehrleiter Kevin Quatz und lobte die Schalmeienkapelle Flechtingen, die den Takt zum Marsch durch die Straßen von Mannhausen angegeben hatte. Wegen der Hitze verkündete Quarz eine gelockerte Bekleidungsordnung bei den Wettkämpfen. „Handschuhe, knöchelhohe Schuhe und Helm sind aber Pflicht!“, betonte er und ergänzte schmunzelnd: „Es kann natürlich auch eine Hose getragen werden.“

Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) kam in langen Hosen. „Die Wettbewerbe in Mannhausen sind für Feuerwehren ein Muss. Das zeigt die hohe Teilnahme“, sagte der Bürgermeister und hob das ehrenamtliche Engagement hervor. Schliephake freute sich, dass besonders viele Jugendgruppen dabei waren. „So haben wir ein gutes Gefühl, dass es mit der Feuerwehr auch in Zukunft weiter geht“, blickte der Gemeindechef voraus.

Böddenseller Männer siegen

Frank Alvermann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Ohrekreis, gratulierte zum Jubiläum, lobte die gastgebenden Brandschützer und wünschte unfallfreie Wettkämpfe. Die Konkurrenz war bei der Jugend groß. Gleich zu Beginn legte die Mannhäuser Jugend eine sehr gute Zeit von 22,39 Sekunden vor und hatte so von Anfang an die Nase vorn. Mit Frauenpower gingen die Damen aus Eickendorf und Eimersleben an den Start. Die Dorfschönheiten aus Eickendorf siegten. Hoch motiviert ging es in die zweite Runde. Nur um Haaresbreite fiel die Entscheidung. Die Männer aus Roxförde waren wieder einmal die härtesten und nahmen den Drömlingspokal jubelnd in Empfang. Den Vize-Meister-Titel holten sich die Böddenseller. Dicht gefolgt von Ackendorf und den Jeseritz. Die Sieger der Herzen waren die Männer der Traditionsmannschaft aus Mieste, die mit nostalgischem Outfit und alter Technik über die Kampfbahn rannten.

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In der gesonderten Wertung für die Meisterschaft des Kreisfeuerwehrverbandes holten sich bei den Männern das Team aus Böddensell, bei der Jugend die Mannschaft aus Mannhausen und bei den Frauen das Team aus Eimersleben den Titel.

Wie in jedem Jahr war ein großes Helferteam dabei, das die Gäste mit Speisen und mit Getränken verwöhnten. „Jede Familie in Mannhausen stellt mindestens einen Feuerwehrmann“, erklärten die Brandschützer Ingo Kottke und Ralf Daniel, die die Klappen zum Start knallen ließen. Wegen der Hitze ließen die Veranstalter das geplante Tauziehen ausfallen. Dies geschah zur Erleichterung aller Aktiven, die nach mehr als vier Stunden völlig durchgeschwitzt waren.

Ein Dankeschön ging an alle, die sich bei der Organisation des Wettkampfes und bei der Bewirtung ihrer Freunde aus nah und fern mächtig ins Zeug gelegt hatten. Sie machten ihrem Namen als „Spitzengastgeber“ wieder alle Ehre.