Irxleben l Ob die Etablierung eines Freiwilligenzentrums, die Erstellung einer Netzwerkkarte über freiwillige Angebote, ein Begrüßungscafé, eine Büchertauschbörse oder eine Kreativ- und Kulturwerkstatt – das sind alles Ideen, die Freiwillige der Gemeinde Hohe Börde gemeinsam mit der „Engagierten Stadt Hohe Börde“ entwickelt haben. Beim jüngsten Arbeitstreffen der Teilnehmer der Erzählwerkstatt Hohe Börde wurde nun die Umsetzung der Projekte thematisiert.

So wurde festgelegt, dass Arbeitsgruppen die Umsetzung steuern sollen. „Die Gruppen stehen engagierten Bürgern, die mitmachen wollen, offen“, erklärt Rathaussprecher Maik Schulz. Unterstützt werden soll die Arbeit durch die Engagement-Expertin Kerstin Schmidt vom Unternehmen „Demografie lokal“. Gefördert wird die Arbeit durch das bundesweite Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“.

Bundesweites Netzwerk

Doch was verbirgt sich konkret hinter den einzelnen Projekten?

Mit dem Freiwilligenzentrum Hohe Börde soll dauerhaft eine Anlaufstelle für Freiwillige und die Engagement-Arbeit in der Hohen Börde geschaffen werden. Somit sollen Strukturen entstehen, die mittel- und langfristig funktionieren. Aufgabe dieser Einrichtung soll es sein, geeignete Kommunikationskanäle mit der Bürgerschaft aller Generationen zu erschließen sowie Netzwerke innerhalb und außerhalb des Gemeindegebiets zu bilden und weiterzuentwickeln.

Langfristige Strukturen

Das Freiwilligenzentrum oder –büro soll als Fortführung der Engagement-Drehscheibe Hohe Börde Ansprechpartner für all diejenigen sein, die ein Bedürfnis haben, etwas ehrenamtlich für die Allgemeinheit zu tun. Hier werden Bedürfnisse zusammengetragen, Nachfragen und Angebote vermittelt, Plattformen des Austauschs und des Zusammentreffens konzipiert sowie bei der Realisierung geholfen.

Das nächste Projekt widmet sich der Erstellung einer Netzwerkkarte über freiwillige Angebote in der Gemeinde. Diese Netzwerkkarte hat zum Ziel, sämtliche ehrenamtliche Angebote im Gemeindegebiet zu sammeln und für die Veröffentlichung in möglichst vielen Medien aufzubereiten.

Dazu zählen neben traditionellen Angeboten der Vereine, auch solche von Gruppen, Institutionen und Bürgern wie zum Beispiel Elterncafés in den Kindertagesstätten, Treffen von Selbsthilfegruppen, regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen anderer Interessengruppenm oder Termine der Volkshochschule. Aufgrund der Vielzahl zu sammelnder Fakten ist in dieser Gruppe nach Aussage von Maik Schulz ein hoher personeller Aufwand abzusehen. Daher sind möglichst viele freiwillige Helfer nötig.

Karte soll Überblick schaffen

„Offen ist zum gegenwärtigen Stand, auf welche Art und Weise einmalige Veranstaltungen freiwilliger und ehrenamtlicher Art aufbereitet und präsentiert werden“, so Maik Schulz weiter.

Ebenso macht die Idee eines Begrüßungscafé für neu hinzugezogene Einwohner die Runde. Dieses soll den Zuzüglern die Möglichkeit bieten, sich von Anfang an an die Gemeinde zu binden, ihnen die Schwellenängste nehmen und helfen, Kontakte zum dörflichen und gemeindlichen Umfeld zu finden. Das Begrüßungscafé soll jährlich organisiert werden.

Begrüßung Zugezogener

Die Dorfbibliotheken der Gemeinde stoßen längst an die Grenzen der Aufnahmekapazitäten. Viele Menschen – auch in der Hohen Börde – haben andererseits das Bedürfnis, eigene gelesene Bücher an andere abzugeben. Eine gemeindeübergreifende Büchertauschbörse soll Gelegenheit geben, aus dieser Not eine Tugend zu machen. An einem Standort mit viel Publikumsverkehr wie dem Einkaufszentrum Elbepark könnte die Premiere im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Kleine Generalproben sollen bereits zum Frühlingsfest des Heimat- und Kulturvereins Niederndodeleben-Schnarsleben und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Straße der Romanik am 6. Mai in Bebertal erfolgen. Darüber hinaus könnte sich das Projekt mittel- und langfristig den Themen Lesen, Büchertausch und –aufbewahrung widmen.

Kreativ- & Kulturwerkstatt

Generationsübergreifend könnte zukünftig in einer Kreativ- und Kulturwerkstatt Hohe Börde beim Basteln, Töpfern, Backen oder Musizieren gearbeitet werden. Entsprechende Angebote sollen initiiert und somit auch bisher noch wenig genutzte räumliche Kapazitäten genutzt werden. Das Kinder- und Jugendkunstatelier in Hermsdorf, die Kinderlernküche in der Schackensleber Prokonhalle oder die Orgel-Lern-Kirche in Nordgermersleben könnten Schauplätze solcher Aktivitäten sein, die dann dauerhaft angeboten werden.

Weitere Vorschläge sind ebenso wie Bürger, Vereine, und Gruppen, die sich bei der Umsetzung der Angebote einbringen wollen, jederzeit willkommen.

Kontakt: Carolin Soyke, Telefon: 039204/78 15 00, E-Mail: Assistent.BGM@hohe-boerde.de oder Maik Schulz, Telefon: 039204/78 15 02, E-Mail: schulz@hohe-boerde.de