Haldensleben l Vorausgegangen war dem Ulrich Hauers Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande durch Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff. Neben vielen anderen Leistungen hatte sich Ulrich Hauer um die Rettung der barocken Schloss- und Parkanlage Hundisburg und den Erhalt der historischen Ziegelei sowie deren Betrieb als Industriedenkmal verdient gemacht.

„Ich möchte Ihnen danken für Ihr ehrenamtliches Engagement und die außerordentlichen Verdienste“, erklärte Bürgermeisterin Regina Blenkle. Ulrich Hauer habe in „außerordentlichem Maße zur Rettung und zum Erhalt“ des kulturellen Erbes in Haldensleben und im Landkreis Börde beigetragen. „Das Barockschloss, der Landschaftspark, die historische Ziegelei und natürlich auch das Museum sind Einrichtungen, die seit nunmehr 21 Jahren (...) mit Ihrem Namen verbunden sind. Vieles davon würde es (...) ohne Ihr Engagement nicht geben“, betonte die Bürgermeisterin.

Nicht zuletzt habe Ulrich Hauer durch seine Bücher das Wissen um die regionale Geschichte einer breiten Öffentlichkeit vermittelt. „Bei all Ihrem Tun dienten Sie stets und unermüdlich dem Gemeinwohl“, so Regina Blenkle.

Der Geehrte selbst zeigte sich bescheiden: „Meine Damen und Herren, mir ist das alles maßlos unangenehm, weil es gar nicht meine Art ist. Und ich habe das Bedürfnis, den Dank weiterzugeben“, teilte Ulrich Hauer mit. Im Grunde sei die Auszeichnung „ungerecht“. Denn: „Alleine ist man gar nichts“, bekräftige der Museumsleiter.

Deshalb bedankte sich Ulrich Hauer bei zahlreichen Weggefährten, die sich ebenfalls verdient gemacht haben. Als Ersten nannte er Hartmut Neumann, der für ihn ein großes Vorbild gewesen sei. Hätte Neumann ihm nicht gezeigt, wie man einen Park instand setze, wäre er selbst nie auf die Idee gekommen, führte Ulrich Hauer aus. Der damalige Landrat Eckhard Sigusch habe ihn beauftragt, mit der Treuhand erste Verhandlungen über Schloss Hundisburg zu führen. Ralf Neuzerling habe Hauer und andere damals nach Berlin gefahren. Bodo Zeymer habe sich unter anderem für die Ökoschule engagiert. Darüber hinaus dankte Ulrich Hauer auch dem ehemaligen Haldensleber Bürgermeister Norbert Eichler.

Allerdings hatte der Geehrte auch mahnende Worte im Gepäck. „Denn in den ganzen Jahren ist es immer wieder passiert, dass sich Gruppeninteressen in den Vordergrund gedrängelt haben und einzelne Empfindlichkeiten (...).“ Das habe zu Querelen geführt und dazu, „dass ich heute ein neutraler Bürger bin und nicht mehr aktiv“. Sollte er noch einmal an etwas mitarbeiten, so wünsche er sich dafür eine Initiative mit dem Namen „Gemeinsam sind wir Haldensleben“, in der Gruppeninteressen keinen Raum hätten.