Haldensleben l Zwei Klarinetten- und ein Querflötenspieler aus der Börde können sich über den Landesförderpreis Sachsen-Anhalt freuen. Die mit jeweils 1000 Euro dotierten Preise werden als Ehrung an junge Musikschüler vergeben. Dabei konnte die Musikschule Wolmirstedt/Haldensleben besonders stolz sein – drei von neun Ausgezeichneten lernen an der Kreismusikschule.

Christina Nöldge (Klarinette), Paula Schlegel (Querflöte) und Johann Schlegel (Klarinette) dürfen sich über den Landesförderpreis freuen. „Es ist sehr ungewöhnlich, dass gleich drei unserer Schüler unter den Stipendiaten sind“, sagte Armin Hartwig, Leiter der Musikschule. Übergeben wurden die Preise von Kultusminister Rainer Robra in Magdeburg – jedoch konnte nur eine der Ausgezeichneten aus der Börde an der Verleihung teilnehmen.

Neuer Preis erstmals in Magdeburg vergeben

Christina Nöldge war stellvertretend für die Börde-Musikschüler anwesend. Die anderen beiden Musiker waren „beruflich“ unterwegs – sie nahmen in Jena an einem Workshop zur Kammermusik teil. Die drei Schüler der Kreismusikschule konnten bereits beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ überzeugen und Preise abräumen.

In diesem Jahr wurden nicht nur Landesförderpreise, sondern erstmals auch der Menahem-Pressler-Preis in Magdeburg vergeben. Die Ehrung soll die beste Leistung junger Musikschüler aus Sachsen-Anhalt würdigen und jährlich vergeben werden.

„Der Preis ist eine Verneigung vor dem Lebenswerks des Pianisten und Magdeburger Ehrenbürgers Menahem Pressler und zugleich ein Ansporn für junge Talente“, sagte Rainer Robra bei der Verleihung. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und könnte 2018 auch für die Musiker aus dem Landkreis Börde winken. In diesem Jahr gewann der Blockflötenspieler Fabian Gremm aus Halle.

Namensgeber Pressler wurde 1923 in Magdeburg geboren und musste nach dem Novemberpogrom des NS-Regimes im Jahr 1938 aus Deutschland fliehen. Später feierte der jüdische Pianist vor allem mit dem Beaux Art Trio Erfolge. Magdeburg ernannte ihn 2009 zum Ehrenbürger.