Weferlingen l 20 große erwartungsvolle Augenpaare wandern beim Einzug in das Weferlinger Haus der Generationen und Vereine hin und her. Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde haben sich zu ihren Ehren erhoben. Angeführt von Klassenleiter Jens Keunecke-Bier zieht die Klasse 1a der Weferlinger Grundschule am Sonnabend erstmals gemeinsam los. Eine Stunde später ist es auch für die Klasse 1b soweit. Mit ihrer Lehrerin Kerstin Gebbert erleben auch „ihre“ 19 Schulanfänger ihren großen Moment.

Ihrer Einschulung haben die Mädchen und Jungen seit Monaten entgegengefiebert. Im Kindergarten hatten sie sich intensiv auf diesen neuen Lebensabschnitt vorbereitet. Wie gut, das konnten die Kinder schon beim Kulturprogramm ihrer neuen Mitschüler unter Beweis stellen, beim Lesen und Buchstabieren, vor allem aber beim guten Aufpassen.

Die Zweit- bis Viertklässler und sogar einige Kinder, die gerade mit der 5. Klasse in eine neue Schulform gewechselt hatten, begrüßen die Neuen mit Liedern und Gedichten und vor allem mit einem tollen Märchenstück. Bei dem allerdings lief Einiges durcheinander. Denn Gretel ist so gar kein Fan der Grundschule, sie will lieber in die „Eluschdnurg“. Dort nämlich läuft alles verkehrt herum, die Pausen sind lang, der Unterricht kurz, Noten gibt es für die Lehrer, und Hausaufgaben sind eh passé.

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Doch keiner der anderen Märchenlandbewohner lässt sich davon wirklich überzeugen, weder Gretels Bruder Hänsel noch Hans im Glück, weder Rotkäppchen noch Schneeweißen und Rosenrot und auch Schneewittchen möchte lieber etwas Richtiges lernen. Am Ende lässt sich - na klar - auch Gretel davon überzeugen, dass die Grundschule der beste Ort zum Lesen-, Rechnen- und Schreibenlernen ist. Und ganz nebenbei gibt es viele neue Freunde, die in der Schule gewonnen werden können.

Die Theatergruppe von Doris Linhardt und der Schulchor, am Klavier begleitet von Uta Schoppmann, kann den Abc-Schützen die erste Aufregung nehmen.

Einen Sonderapplaus gibt es übrigens für Uta Schoppmann, die nämlich einen eigenen Weferlinger Schulsong komponiert und getextet hatte, der bei den Zuhörern sehr gut ankommt.

Als die Kinder dann voller Erwartung auf die von Schulleiterin Sabine Nieber angekündigte Überraschung meinen, sie bekommen ihre Schultüten, müssen sie sich noch ein wenig gedulden. Schultüten nämlich sind weit und breit nicht zu sehen.

Dafür aber gibt es die seit einigen Jahren zu einer schönen Tradition gewordenen Schulbretzeln, spendiert von Bäckermeister Jörg Stövesandt. Sabine Nieber erzählt den Kindern, dass in früheren Zeiten immer sehr weite Wege von Zuhause bis zur Schule zurückgelegt werden mussten. Darum bekamen die Kinder das Gebäck mit auf den Weg, um unterwegs den Hunger stillen zu können. Nun, aus der Notwendigkeit ist heute eine nette einzigartige Geste für die frischgebackenen Grundschüler geworden.