Dank der Gemeinde

Einwohner der Hohen Börde leisten Hilfe ohne großes Brimborium

Ohne den persönlichen Einsatz von Helfern aus der Gemeinde Hohe Börde wären die dezentralen Impftermine im Zuge der Corona-Pandemie nicht möglich gewesen. Ihnen galt deshalb eine Veranstaltung der Gemeinde Hohe Börde in Bornstedt.

Von Carina Bosse 13.05.2022, 16:52
Mit einem Begrüßungsschluck, einem Snack-Buffet, einem Kulturprogramm und einem kleinen Präsent bedankte sich die Gemeinde Hohe Börde bei allen Impfhelfern in Bornstedt und Hermsdorf sowie bei den Gemeindearbeiten für deren Einsatz.
Mit einem Begrüßungsschluck, einem Snack-Buffet, einem Kulturprogramm und einem kleinen Präsent bedankte sich die Gemeinde Hohe Börde bei allen Impfhelfern in Bornstedt und Hermsdorf sowie bei den Gemeindearbeiten für deren Einsatz. Foto: Carina Bosse

Bornstedt - Helfen und sich engagieren waren gefragt - und mehr als 70 Bürger waren dem Aufruf des Freiwilligenbüros „aktive hohe börde“ gefolgt, als es im vergangenen Jahr darum ging, Impfhelfer für dezentrale Impftermine zu finden.

„Wir wollten ein Angebot für all jene schaffen, die keine Möglichkeit hatten, in die Impfzentren nach Haldensleben und Oschersleben zu kommen oder denen der Weg einfach zu weit wurde“, berichtete Landrat Martin Stichnoth.

Im Rahmen einer Dankeschönveranstaltung hatte die Gemeinde Hohe Börde jene 32 Impfhelfer eingeladen, die sich schließlich in Bornstedt und Hermsdorf bei mehreren Terminen vor Ort engagiert hatten. „Vor allem, wie Sie das organisiert haben - sehr persönlich und fürsorglich, dafür gebührt Ihnen unser Dank“, sagte Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Gemeinde Hohe Börde zur Begrüßung im Dorfgemeinschaftshaus in Bornstedt.

Große Herausforderungen in der Pandemie gemeistert

Ihr Dank galt an diesem Nachmittag aber auch den Gemeindearbeitern, die weit über ihr Aufgabenfeld hinaus eingesprungen waren, um die Impfzentren einzurichten. Sie schleppten Tische und Stühle, bauten Stellwände auf, um die Impfaktionen vor Ort zu ermöglichen. „Deshalb haben wir Sie heute mit eingeladen“, freute sie sich über das zahlreiche Erscheinen ihrer Mitarbeiter des Gemeindebauhofes.

„Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, Ihnen Danke zu sagen“, meinte der Landrat, der im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie von einer riesengroßen Herausforderung sprach, vor der auch der Landkreis Börde gestanden hatte, als es darum ging, die Corona-Schutzimpfungen zu organisieren.

Keine Frage sei der Landkreis mit seinem Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz dafür verantwortlich, jedoch hatte niemand das Ausmaß der Pandemie im Blick, als es darum ging, flächendeckend Impfungen anzubieten.

„Ich war sehr wohl schon katastrophenerprobt durch Hochwassereinsätze, doch mit der Pandemie wusste keiner, wo geht es hin, was ist richtig und was nicht“, blickte Martin Stichnoth zurück, es waren chaotische Tage, doch eines stand auch fest: „Nichtsmachen war keine Option“. Seine Mitarbeiter hätten viele Aggressionen erlebt und die schwierigen Aufgaben hätten mit seinen Mitarbeitern einiges gemacht.

Es sei mit der Einrichtung der Impfzentren mit Unterstützung der Hilfsorganisationen vor Ort sehr schnell klar geworden, dass es auch dezentrale Impfangebote geben müsste. In Bürgermeisterrunden wurde darüber gesprochen, bei einigen ging es schnell, bei anderen dauerte es etwas länger.

Schnell und engagiert losgelegt und mitgemacht

„Bei Ihnen in der Hohen Börde hat das hervorragend geklappt - schnell, geräuschlos, engagiert“, lobte der Landrat rückblickend, sei es mit der Einrichtung von stationären Impfangeboten oder in Impfbussen. Ohne die Helfer vor Ort wäre es nicht gegangen - deshalb säßen sie alle heute mit einem Glas Sekt oder Apfelsaft hier. Sie hätten dafür gesorgt, dass die Termine reibungslos liefen, kaum mal Impfstoffe übrig blieben, und wenn doch, fanden sich schnell noch Impfwillige, die benachrichtigt werden konnten.

Die Versorgung bei der Dankeschönveranstaltung hatte die 2014 ins Leben gerufene Stiftung „Leben in der Hohen Börde“ übernommen.

Ernst Daenecke, Vorstand der Stiftung, berichtete vom Engagement des Freiwilligenbüros, das den Aufruf zur Suche nach den ehrenamtlichen Helfern der Impfkampagne gestartet hatte.

Dankeschön mit musikalischen Worten

Bei kleinen Snacks vom aufgebauten Buffet sorgten Brigitte Klaus von „Mode & Stil“ aus Haldensleben und ihr Team für musikalisch-stylische Unterhaltung quer durch 50 Jahre Musikgeschichte. „So viele Männer hatten wir noch nie als Zuschauer“, freute sich Sängerin Jessi bei Songs wie „Diamonds are a girl’s best friend“ oder „Ich will keine Schokolade“.

Nach dem Programm im Bornstedter Dorfgemeinschaftshaus konnten sich die Teilnehmer noch in kleinen Runden unterhalten.
Nach dem Programm im Bornstedter Dorfgemeinschaftshaus konnten sich die Teilnehmer noch in kleinen Runden unterhalten.
Foto: Carina Bosse
Sängerin Jessi reiste mit den Gästen durch 50 Jahre Musikgeschichte.
Sängerin Jessi reiste mit den Gästen durch 50 Jahre Musikgeschichte.
Foto: Carina Bosse