Weferlingen l Lange hatte sie geführt, doch auf den letzten Metern verfing sie sich in einigen ufernahen Pflanzen und musste die Konkurrenz ziehen lassen: Beim traditionellen Entenrennen auf der Aller zum Bürgerfest am Tag des offenen Denkmals erlebte das Publikum ein spannendes Rennen mit den kleinen, zumeist gelben Kunststoffentchen, die an der Amtsfahrt ins Wasser gelassen wurden und sich trotz Niedrigwasser bis zum Steinweg durchkämpfen mussten.

Rennen trotz Niedrigwasser

Am Ende freute sich Maria Oelke, dass ihre Ente mit der Nummer 601 gewonnen hatte. Moderator Klaus(i) Banse hatte erst gar nicht die Anspielung mit der 601 auf dem Schirm, bis die Oldtimer den Groschen klingeln ließen. Einst zog nämlich der Trabant 601 seine Bahnen auch durch die Weferlinger Straßen. Offensichtlich hatte die Nummer Maria Glück und Schnelligkeit beschert.

Auf dem zweiten Platz landete Sophie Lachs mit ihrer Ente Nr. 430 vor Katja Bünger. Ihre Ente trug die Nummer 670.

Bilder

Zwei prallgefüllte Drahtkörbe voller Enten waren an der Amtsfahrt zu Wasser gelassen worden, entsprechend groß war das Zuschauerinteresse am Ziel. Und jeder wollte natürlich auch seine ganz persönliche Ente wiederhaben, um eventuell im kommenden Jahr wieder starten zu können. Dafür setzte Achim Krüger alias Abel einmal mehr all sein Fangtalent ein und landete dafür, wenn auch ein wenig mit Absicht und sehr zum Vergnügen der Zuschauer, halb im Wasser.

Von Oldtimerschau bis Handwerk

Der gesamte Weferlinger Ortskern zwischen Bäckerstraße und Steinweg war am Sonntag einmal mehr bevölkert mit einem bunten Treiben, bei dem kleine und große Gäste gleichsam auf ihre Kosten kamen. Ob Oldtimerschau der Rätzlinger „Blechreiz“-Freunde, Kinderschminken, Basteln, altes Handwerk, Flohmarkttreiben, Kutschfahrt, Tanz, Castingangeln, Turmbesteigung, Museums- oder Kirchenbesuch - die Palette der Angebote zeigte sich breit gefächert. Dazu gehörte auch das tagesabschließende Konzert mit dem Forstchor aus Flechtingen in der Lambertikirche.

Auf dem Gutshof hatten nicht nur der Bürgerverein und die Feuerwehr aufgebaut, auch die Züchter des Rassekaninchenzuchtvereins G 783 „Einigkeit“ präsentierten sich mit einigen Langohren ihres Vereinsvorsitzenden Toni Ferchland. Die Zuchtfreunde feiern nämlich in diesem Jahr ihr 50-jähriges Vereinsbestehen. Aus diesem Grund sind sie am 20. und 21. Oktober im Haus der Generationen und Vereine Ausrichter der 10. vereinsoffenen Börde-Ohrekeisschau.

Ortsbürgermeister Dirk Kuthe hatte sich ebenfalls unter das Feiervolk gemischt und schoss so manchen Schnappschuss mit seiner Kamera.

Grauer Harm geöffnet

Zu den beliebten Fotomotiven gehörten an diesem Sonntag neben der amtierenden Kirschkönigin Judy und ihrem adligen Gefolgsmann aus der Verwandtschaft des Markgrafen zu Kulmbach-Bayreuth auch die beiden Turmwächter am „Grauen Harm“. Harald Märtens und Antje Almus-Walther hielten ein wachsames Auge auf all jene, die den Aufstieg auf den Aussichtsturm wagten. Weit über 100 Kinder, Männer und Frauen wagten sich hinauf, um bei bestem Fernsichtwetter die nähere und weitere Umgebung in Augenschein zu nehmen.